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Die Berlin-Karte
S läuft aus: Suche nach Lösungen
Ab 1. Januar 2004 gibt es das Sozialticket (Berlin-Karte S) für
den Tarifbereich Berlin AB nicht mehr. Es entfällt ersatzlos
für die 80 000 arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger,
die bisher das Ticket kauften. Das in einer tiefen Finanzkrise
steckende Land Berlin kann sich die Zuschüsse in Höhe
von jährlich 17,4 Mio €, die den Sozialhilfeempfängern
den Kauf des Fahrscheins zum günstigen Preis von 20,40 €
ermöglichten, nicht mehr leisten.
Es war das einzige ermäßigte
Angebot im VBB-Tarif, für das die S-Bahn Berlin bisher einen
Ausgleich vom Senat erhielt.
Die S-Bahn Berlin GmbH und die BVG suchen aber weiter nach Wegen,
wie das Angebot vielleicht auch zu veränderten Konditionen
- für diese Gruppe von Fahrgästen weitergeführt
werden kann. Dabei zeigt sich auch der Senat weiter gesprächsbereit,
der ebenfalls an einer Lösung interessiert ist.
Die S-Bahn sieht noch Möglichkeiten für eine neue
Lösung
Das für die Berliner Arbeitslosenhilfeempfänger verkaufte
Berlin-Ticket A bleibt vorläufig als Tarifangebot erhalten.
Da aber voraussichtlich zum 1. Juli die Hartz-Reform in Kraft
tritt, entfällt der Berechtigtenkreis, weil es keine Arbeitslosenhilfeempfänger
mehr gibt.
Joachim Bourwieg, Hauptgruppenleiter Tarife der Berliner S-Bahn,
erklärt: "Da Sozial- und Arbeitslosenhilfe zusammengelegt
werden, sehen wir die Lösung in einem gemeinsamen Ticket,
dessen Preis höher liegt als der von Berlin-Karte S und Berlin-
Ticket A, aber deutlich niedriger ausfällt als die Monatskarte
Berlin AB für 58,50 €."
Seniorenkarte bleibt erst einmal per Provisorium erhalten
Als dritte soziale Karte in Frage gestellt ist die Seniorenkarte
auf Grund der Gesundheitsreform, die ab 1. Januar 2004 keine Zuzahlungsbefreiung
für Rentner mehr vorsieht. Damit entfällt das Kriterium,
an wen die Seniorenkarte verkauft werden kann.
So sagt Joachim Bourwieg: "Als Übergangsvariante haben
wir uns bereits als S-Bahn mit der BVG darauf verständigt,
über den 1. Januar 2004 hinaus vorerst noch die Zuzahlungsbefreiung
von 2003 anzuerkennen. Die folgenden Monate wollen wir nutzen,
um für die bedürftigen Senioren ein neues Tarifangebot
zu entwickeln." Diese Vorgehensweise muss mit den Umland-Unternehmen
im Tarifteilbereich C abgestimmt werden.
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