Stammkundin Erika
Angelbeck: Der S-Bahn-Ring ist für mich ideal
Mobilität ist mir sehr wichtig. Die S-Bahn ermöglicht
sie mir, denn man kommt überall problemlos hin. Und seit
der Ring geschlossen ist, bin ich geradezu begeistert. Der Ring
ist mein Zubringer zu allen Linien.
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Ich
finde das wunderbar, dass man die Deutsche Einheit zumindest
per Schiene doch in relativ kurzer Zeit bewältigt hat.
Die guten Berliner Verhältnisse in puncto Nahverkehr
kenne ich, seit ich vor vielen Jahren von Westdeutschland
nach Berlin kam. Das Ruhrgebiet ist verkehrsmäßig
auch gut erschlossen, aber Berlin - das ist doch noch was
anderes.
Ich arbeitete als Krankenschwester im Schichtdienst, bin
immer mit der S-Bahn von der Sonnenallee, in der ich wohne,
zum Krankenhaus gefahren. Mein Arbeitsweg dauerte nur knapp
eine Viertelstunde. Das war natürlich ideal.
Jetzt helfe ich in einer Arztpraxis aus, die in einem anderen
Bezirk liegt. Ich fahre bis Halensee, dann geht's hoch in
den Bus, damit den Ku'damm runter. |
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Alles in allem 40 Minuten. Ziemlich genau die Zeit für ein
Kapitel in einem Buch, das sich immer in meiner Tasche befindet.
Wenn ich nichts lese, dann schreibe ich meine Einkaufszettel oder
schalte mal ab. Die Gelegenheit hat man doch auch in der S-Bahn.
Einen Führerschein habe ich nie gemacht. Wozu? Den Einkauf
erledigen wir zwar mit
dem Auto meines Mannes, aber alles andere erfahre ich mit der
S-Bahn und der BVG ob zum Spaziergang an den Langen See
nach Grünau oder zum Treffen mit ehemaligen Kolleginnen.
Wünschen würde ich mir allerdings, dass die kompetenten
Ansprechpartner auf den Bahnhöfen erhalten blieben.
Meine interessantesten Begegnungen, auch lustige, hatte ich, als
ich damals nach Berlin kam. Man brauchte nur mit 'nem Fahrplan
irgendwo zu stehen, schon bot sich ein Berliner an, der einem
weiterhalf. Heute habe ich immer einen S- und U-Bahn-Plan dabei,
um mich zu orientieren. Man hat schließlich nicht alle Verbindungen
im Kopf.
Text: Michael-Peter Jachmann
Foto: David Ulrich
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