02.12.2010
Welt-Aids-Tag 2010 - S-Bahner spendeten 3000 EUR und eine Riesentorte
Rote-Schleifen-Zug der S-Bahn war zum 10. Mal am Welt-Aids-Tag unterwegs
„Kommen ’se ran, hier gibt es Torte gegen eine Spende für die Berliner Aids-Hilfe“, rief Schauspielerin Barbara Schöne am 1. Dezember unüberhörbar den Fahrgästen im Berliner Hauptbahnhof zu.
Zuvor hatten Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Berlins Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher, S-Bahn-Geschäftsführer Christoph Wachendorf und Ute Hiller, Geschäftsführerin der Berliner Aids-Hilfe, mit Unterstützung weiterer Prominenter die von der S-Bahn Berlin gespendete 80 cm x 4 m große Torte angeschnitten.
Christoph Wachendorf überreichte neben dieser süßen Überraschung im Namen aller S-Bahn-Mitarbeiter der Berliner Aids-Hilfe einen Spendenscheck in Höhe von 3 000 €.
Dank den der Kälte trotzenden Promis und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Berliner Aids-Hilfe und der Animation der S-Bahner waren nach knapp 4 Stunden die 1 000 Einzelstücke der Riesentorte an die begeisterten Fahrgäste verteilt.
Natürlich war auch der mit roten Schleifen geschmückte S-Bahn-Zug wieder im Einsatz, in dem Mitarbeiter der S-Bahn Berlin selbstgebackenen Kuchen gegen Spenden an die Reisenden verteilten und gemeinsam mit der Berliner Aids-Hilfe und den Prominenten Mary (George Preuße), Romy Haag, Barbara Schöne, Harald Pignatelli, Roswitha und Wolfgang Völz über die Immunschwächekrankheit aufklärten.
Auch hier waren die Fahrgäste über das überraschende Kuchen- und Kaffeeangebot sehr erfreut und spendeten eifrig.
So kam eine zusätzliche Spende in Höhe von 2 050 € zusammen.
Seit zehn Jahren unterstützt die S-Bahn Berlin mit Ihren engagierten Mitarbeitern die Berliner Aids-Hilfe mit dem Einsatz des S-Bahn-Sonderzuges.
Zum Jubiläum versprach der für Personal zuständige S-Bahn-Geschäftsführer Christoph Wachendorf, dieses Engagement auch künftig weiterzuführen: „Wer S-Bahn fährt, wird tagtäglich mit dem realen Leben konfrontiert und ist am ehesten geneigt, über wirklich wichtige gesellschaftliche Themen nachzudenken.
Wir alle tun gut daran, uns diesen zu stellen.“ Das unterstrich auch Renate Künast, die darauf hinwies, dass es vor allem für junge Menschen wichtig sei, dass sie Aufklärung zur HIV-Prävention erhalten. Denn bei dieser Gruppe bestehe mitunter ein Defizit, was Ansteckungsgefahren und den Umgang mit Infizierten betrifft. „So kann auch der Diskriminierung von Betroffenen entgegen gewirkt werden.“, fügte sie hinzu.
In diesem Zusammenhang machte Katrin Lompscher auf die Arbeit der Berliner Aids-Hilfe, die in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum begeht, aufmerksam: „Die Mitarbeiter gehen in Schulen und vermitteln Wissen zu Infektionswegen und weiteren relevanten Themen.“ Beide Politikerinnen waren sich einig, dass dafür Geld notwendig ist. Wie die Berliner Aids-Hilfe mitteilte, wird bis heute die Jugendpräventionsarbeit nicht mit einer Regelfinanzierung von staatlicher Seite bedacht und ist damit von zweckgebundenen Spenden und der Förderung aus Drittmitteln abhängig. „Über die Unterstützung der S-Bahn Berlin freue ich mich sehr“, brachte es Lompscher auf den Punkt. Claudia Braun
Fotos/Text: David Ulrich/Claudia Braun

