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09.06.2011

Mit neuer S-Bahn-Linie schneller zum Berliner Hauptbahnhof

Spatenstich für Bau der S 21 / Station erhält auch Straßenbahnanbindung

Der erste Spatenstich für die neue S-Bahn-Linie S 21 und die Straßenbahnanbindung ist gemacht, um den Berliner Hauptbahnhof besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Mit der S 21 wird der Hauptbahnhof ab 2017 von der Ringbahn aus Richtung Norden ohne umzusteigen erreichbar sein. Ab 2019 soll die Linie auch nach Süden bis zum Potsdamer Platz verlängert werden.  Durch die Straßenbahnstrecke wird der Hauptbahnhof vom Nordbahnhof über die Invalidenstraße bis 2015 komplett erschlossen, in zwei Jahren sollen die ersten Straßenbahnen bereits fahren.


„Der Hauptbahnhof ist mit täglich 1300 Zügen und
300 000 Fahrgästen und Besuchern schon heute der Verkehrsknotenpunkt Nummer eins in Berlin. Mit der neuen S-Bahnstrecke wird er für noch mehr Berliner schneller erreichbar. Damit gewinnen der Bahnhof und sein Umfeld weiter an Attraktivität“, sagte Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin, anlässlich des symbolischen Spatenstichs.


Mit der S 21 erhält der Hauptbahnhof, der bisher nur in Ost-West-Richtung über die Stadtbahn an das Berliner S-Bahn-Netz angeschlossen ist, einen weiteren Nahverkehrsanschluss in Nord-Süd-Richtung.

Von der S 21 profitieren vor allem Fahrgäste aus dem Norden Berlins, die dann ohne Umsteigen und deutlich schneller den Hauptbahnhof erreichen. Gleichzeitig werden die Stadtbahn und insbesondere der Umsteigebahnhof Friedrichstraße entlastet. Die unterirdische Bahntrasse für die Züge der S 21 existiert bereits. Denn vorsorglich wurde sie beim Bau des Hauptbahnhofs, des Berliner Innenrings und der U 55 eingeplant. Einige Bauwerksteile sind schon fertiggestellt. Der neue unterirdische S-Bahnhof entsteht neben dem vorhandenen U-Bahnhof. Für diesen ersten Bauabschnitt wird mit Kosten in Höhe von rund 227 Millionen Euro gerechnet.

Insgesamt sind rund 350 Millionen Euro für den kompletten Bau der S 21 veranschlagt. Noch nicht entschieden ist, ob ein neuer S-Bahnhof an der Strecke gebaut wird. Dieser könnte an der Perleberger Brücke entstehen.

Wie Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer mitteilte, müsse zunächst geschaut werden, wie sich die Gegend entwickelt, bevor eine Entscheidung fällt.


Wird die S 21 wie geplant in Richtung Süden zum Potsdamer Platz geführt, gibt es dort für die Linienführung bereits seit 1939 einen Tunnel, der „Heuboden“ genannt wird, weil er bislang ungenutzt ist und unter ihm die S-Bahn-Züge verkehren. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Nun steht erst einmal die Anbindung des Nordrings im Fokus. Die Fahrtzeit zwischen Hauptbahnhof und Wedding beziehungsweise Westhafen soll je Strecke zweieinhalb Minuten betragen – diese Zeit ist wohl mit keinem anderen Verkehrsmittel realisierbar.  

 

Fotos: David Ulrich
Text: Claudia Braun