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13.06.2013

Neue Nutzung für Bahnbetriebswerk Schöneweide

Gewerbegebiet soll entstehen, Rundlokschuppen bleibt erhalten

Das Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahnbetriebswerks Schöneweide soll wieder zugänglich werden. Vertreter der Bahn und des Senats haben gemeinsam die Pläne für das Areal vorgestellt, das im Bezirk Treptow- Köpenick zwischen Johannisthal und Adlershof liegt.

Rahmenplan sieht Gewerbegebiet vor

Ein mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, dem Bezirksamt Treptow- Köpenick und dem Bundeseisenbahnvermögen 2007/2008 entwickelter städtebaulicher Rahmenplan sieht in Schöneweide ein Gewerbegebiet vor, das in Fortsetzung des angrenzenden Wissenschafts- und Wirtschaftstandortes Johannisthal/Adlershof entstehen soll. Damit die Grundstücke ab 2015/ 2016 verkauft werden können, muss zunächst Planungsrecht erlangt werden.

Anschließend wird die Fläche beräumt und erschlossen. Unter anderem werden in den nächsten zwei Jahren drei Kilometer des stadtauswärts führenden Gleises für Regional- und Güterzüge verlegt und einige Gebäude abgebrochen. Der unter Denkmalschutz stehende Rundlokschuppen bleibt aber erhalten. Anschließend übernehmen die Käufer die Bebauung der Grundstücke. Geplant ist zudem, den Landschaftspark Johannisthal mit der Köllnischen Heide über eine neue Fuß- und Radweg-Brücke über die Bahnstrecke und die vielbefahrene Bundesstraße 96a zu verbinden.

Hohes Potential für positive Stadtentwicklung

Der S-Bahn-Haltepunkt „Betriebsbahnhof Schöneweide“ ist zukünftig auch von der Johannisthaler Seite aus zu erreichen. Auf der Hälfte der 48 Hektar großen Projektfläche befinden sich gesetzlich geschützte Biotope. Mehrere besonders geschützte Tierarten sind hier heimisch. Der erforderliche naturschutzrechtliche Ausgleich wird zum Teil innerhalb des Planungsgebietes erfolgen.

Für den darüber hinausgehenden Bedarf ist eine Bahnfläche in Fredersdorf vorgesehen. Die Deutsche Bahn besitzt in Berlin Grundstücke mit insgesamt über 20 Millionen Quadratmetern Fläche. Die brachliegenden Teile dieser Flächen bergen ein hohes Potenzial für eine positive Stadtentwicklung.

Liegenschaften, die für den Bahnbetrieb dauerhaft nicht mehr erforderlich sind, werden durch die DB Services Immobilien GmbH einer neuen Nutzung zugeführt. Weitere Bahnflächenentwicklungen sind zum Beispiel die Projekte Berlin Wriezener Bahnhof, der „Kohlebahnhof“ in Adlershof, das Stettiner Carrée am Nordbahnhof oder auch das „Neue Quartier am Hauptbahnhof Potsdam“.