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08.05.2014

Für einen sauberen Gesamteindruck

 

S-Bahn Berlin investiert eine Million Euro, um Vandalismusschäden zu beheben

Fahrgäste der S-Bahn Berlin werden in den kommenden Monaten beim Betreten ihres Zuges herzlich willkommen geheißen und erfahren aufs Datum genau, wann ihr Wagen gründlich aufgefrischt und renoviert worden ist. Die Aufkleber mit diesen Botschaften sind Teil einer – wenn man es so ausdrücken möchte – Wellnesskur für Fahrgasträume.

Jetzt startete das mehrmonatige Programm, für das die S-Bahn Berlin zusätzlich eine Million Euro investiert, um mutwillige Beschädigungen zu beseitigen. „Wir wollen, dass sich unsere Fahrgäste wohlfühlen“, erklärt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin. „Dazu gehört neben der Zuverlässigkeit und Sicherheit auch ein sauberer Gesamteindruck.“

Dieser ließe sich längst nicht mehr allein durch die konsequente Umsetzung der vorgesehenen Reinigungsintervalle in den Zügen gewährleisten, so Buchner weiter. Allein für das Beseitigen von Vandalismus- und Graffitischäden wendet die S-Bahn Berlin jährlich rund sechs Millionen Euro auf. „Besonders gravierend ist der Zustand der Fahrgasträume nach Großveranstaltungen, wie Fußballspielen. Aber auch nach dem Wochenende oder nach Schulschluss kann die Sauberkeit stark beeinträchtigt sein“, weiß Stefan Pink, der als Teamleiter Flottenbehandlung bei der S-Bahn Berlin unter anderem die Beseitigung der Zerstörungen koordiniert.

Zerschlagene Sicher-
heitsglasscheibe
austauschen: Die
Kosten 600 Euro

Reste von Graffiti:
Kosten Neulakierung
200 Euro pro
Quadratmeter

Selbst die Fahrgast-
informationen bleiben
von Zerstörungswut
nicht verschont.

Der mühselige
Austausch zer-
schnittener Sitze:
150 Euro

 

Rund 1300 S-Bahn-Wagen werden in den S-Bahn-Werkstätten Grünau, Wannsee, Oranienburg, Friedrichsfelde und Erkner von Mitarbeitern der S-Bahn Berlin und DB Services auf Vordermann gebracht. Die Aktion ergänzt das ohnehin turnusmäßig stattfindende Reinigungs- und Instandhaltungsprogramm bei der S-Bahn Berlin. Dieses sieht unter anderem vor, dass jährlich 220 000 Innenreinigungen stattfinden. Dazu zählt auch die täglich am Morgen ausgeführte Säuberung der Züge.

Des Weiteren umfasst es jährlich rund 500 000 Grobreinigungen, die in Kehranlagen und Endstationen sowie auf dem Ring ausgeführt werden und bei denen die Reinigungskräfte starke Verschmutzungen und Müll beseitigen. Die Fußböden der Fahrgasträume werden alle 14 Tage nass gereinigt, bei Bedarf auch häufiger. Viermal im Jahr ist die Grundreinigung angesetzt, bei der alle Komponenten geputzt werden – von den Fahrzeugdecken über die Leuchten bis hin zu den Zwischenräumen der Sitze.

Auch unsere Bahnsteige bekommen den 500 000 Euro-Frühjahrsputz

Die S-Bahn Berlin organisiert halbjährliche Sonderreinigungsprogramme. Trotzdem gilt: Bahnsteigreinigung bis zu fünf mal täglich

Zweimal im Jahr geht es auf den S-Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg ans Großreinemachen. Beim Frühjahrsputz bis Ende Mai werden auf 135 Stationen alle Wände, Decken- und Fußbodenflächen einer Intensivreinigung unterzogen. Auch Uhren, Fahrzielanzeiger, Fahrkartenautomaten und Infotafeln erhalten neuen Glanz. Geputzt werden zudem Fahrtreppen und Aufzüge.

„Bis zu 20 S-Bahnhöfe wöchentlich polieren wir derzeit auf Hochglanz“, berichtet Herta Stoltmann, Leiterin Instandhaltung Stationen der S-Bahn Berlin: „Die größten ‚Sorgenkinder‘ sind stark frequentierte Haltepunkte, wie z.B. Tempelhof, Neukölln, Hermannstraße und Wedding auf der Ringbahn. Da fallen mehr Pappbecher, Flaschen und Essensreste als anderswo an. Hinzu kommen auf weiteren Bahnhöfen Zerstörungswut und Graffitis. Das vermittelt einen ungepflegten Eindruck, dem wir mit allen Mitteln entgegen zu treten versuchen.“
Rund 100 Mitarbeiter der DB Services sind täglich auf Bahnsteigen, Zugängen und angrenzenden Flächen unterwegs, um Fahrgästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Auf über 60 Prozent der Bahnhöfe findet eine Reinigung bis zu fünf Mal am Tag statt. Die wöchentliche Nassreinigung erfolgt in der Regel nachts, um die Fahrgäste nicht zu behindern. Zentrale Umsteigepunkte mit hohem Verkehrsaufkommen werden bis zu vier Mal pro Woche feucht gewischt. Das jährliche Reinigungsbudget liegt bei 4,1 Millionen Euro.

Herta Stoltmann ergänzt: „Beim Frühjahrsputz wird an zahlreichen Bahnhöfen Graffitischutz auf Wandflächen aufgetragen, um die Schmierereien leichter beseitigen zu können. Allein im März wurden 11.400 Quadratmeter Graffiti entfernt. Für Malerarbeiten wenden wir diesmal 50.000 Euro zusätzlich auf.“ Ein zweites Graffiti-Mobil soll helfen, die Bahnhöfe und ihr Umfeld noch schneller in einen attraktiven Zustand zu versetzen.

Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages übernimmt die S-Bahn Berlin für den Anlageneigentümer DB Station&Service die Instandhaltungsaufgaben auf den reinen S-Bahnhöfen. Jährlich gibt das Unternehmen noch einmal 500.000 Euro dazu, damit sich die Bahnhöfe jeweils schnellstmöglich wieder in einem Topzustand präsentieren.

 

Wer Sachbeschädigungen beobachtet, verständigt bitte die Bundespolizei – kostenfrei unter der Telefonnummer
0800 6888 000.

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, werden Belohnungen von bis zu 600 Euro gezahlt.

 

 

Text: cb