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26.06.2014

Vandalismus: Zug fällt drei Wochen aus

Zerstörungswut setzt dem Fuhrpark der S-Bahn Berlin zu

Kein guter Monat für Berliner S-Bahn-Züge – gleich dreimal wurden sie im Juni Opfer von mutwilliger Sachbeschädigung durch Randalierer. Dabei entstand jeweils erheblicher Schaden. In einem Zug wüteten die Täter so, dass er für drei Wochen im Verkehrsbetrieb fehlt.

Am 1. Juni hatten bisher unbekannte Täter in den frühen Morgenstunden auf der Fahrt von Mahlow nach Lichtenrade in einer S-Bahn der Linie S 2 Fenster- und Türscheiben zerstört und im Zug einen Feuerlöscher entleert. Ein Fensterrahmen aus Metall fiel zwischen Stromabnehmer und Stromschiene und löste einen Brand aus. Der Stromabnehmer verschmorte dabei.

Angesichts des außergewöhnlichen Ausmaßes der Zerstörung zeigte sich Henning Oelze, Leiter Flottenmanagement bei der S-Bahn Berlin, fassungslos und schockiert: „Es ist schlimm. Der Zug fehlt uns, wir möchten ihn einsetzen, aber er wird unsere Mitarbeiter im Werk mehrere Wochen beschäftigen.“

Oft können Vandalismusschäden in der betriebsnahen Instandhaltung repariert werden. Dieser Zug musste rollfähig gemacht und ins Werk Schöneweide gebracht werden, eigentlich ein Ort für intensive Arbeiten der schweren Instandhaltung. Die Mitarbeiter im mit regulären Revisionen gut ausgelasteten Werk setzen nun alles daran, diese ungeplante Zusatzaufgabe zu bewältigen und das Chaos, das die Täter innerhalb kürzester Zeit mit blinder Zerstörungswut angerichtet haben, mühsam zu beseitigen: Sie ersetzen alle Scheiben, teilweise inklusive neuer Rahmen, alleine den Kleber dafür aushärten zu lassen dauert eine Woche.

Das Reinigungsteam zieht alle mit Löschpulver verschmutzten Polster des Viertelzuges ab und reinigt sie auf höchster Stufe. Stromabnehmer und Drehgestell werden auf Stromschäden und Lauffähigkeit untersucht und neue Kabelsätze werden installiert. Der Schaden beläuft sich auf 10 000 bis 15 000 Euro. Ziel ist es natürlich, den Zug so schnell wie möglich wieder auf die Schiene zu bringen.

Ermittlungen dauern an – Bundespolizei bittet um Mithilfe

In diesem und zwei weiteren Fällen werden noch Zeugen und Hinweisgeber gesucht, so Jens Schobranski von der Bundespolizei: „Oft prahlen Täter im Freundeskreis oder in sozialen Netzwerken mit ihren Vergehen. Wir hoffen auf Hinweise von Leuten aus dem Umfeld, die ein anderes Rechtsbewusstsein besitzen.“

 

Ihr Vorteil/Rabatt

Hotline der Bundespolizei: 0800 6 888 000 (Am besten im Handy speichern.)
Zu den folgenden Taten werden Zeugen gesucht. Hinweise nimmt die Bundespolizei entgegen.

  • 1. Juni, gegen 4.30 Uhr, Fahrt zwischen Mahlow und Lichtenrade: Mehrere Täter zerstörten zwölf Fenster- und fünf Türscheiben in einem S-Bahnzug der Linie S 2 und entleerten einen Feuerlöscher.
  • 14. Juni, gegen 6.10 Uhr, S-Bahnhof Ahrensfelde: Mehrere vermummte Täter zerstörten von außen 25 Fenster- und Türscheiben eines S-Bahnzuges.
  • 16. Juni, gegen 22 Uhr, S-Bahnhof Hohen Neuendorf: Ein Täter zerstörte 14 Fensterscheiben eines Zuges der S 1 Richtung Potsdam.


Für Hinweise, die zur Feststellung der Täter führen, zahlt die S-Bahn Berlin eine Belohnung von bis zu 600 €.

Gilt immer: Bei Vandalismus und ähnlichen Vorfällen bitte die Hotline anrufen.

 

 

Text: nd/ Foto:D. Ulrich

Information

Seien Sie wachsam

Bitte melden Sie Vandalismusschäden der Bundespolizei

Hotline:
0800 6 888 000