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15.12.2016

Viele Vorschläge für die neue S-Bahn sollen umgesetzt werden

Neue S-Bahnzüge ab 2021. Copyright: Stadler Pankow GmbH/design: büro+staubach berlin

Zügig voran geht es bei der S-Bahn Berlin und dem Herstellerkonsortium mit der Konzeption der neuen S-Bahn-Züge für die Hauptstadt. Die Vorschläge von Fahrgästen und Interessenverbänden, die zuvor das 1:1 Modell der neuen Fahrzeuggeneration getestet hatten, wurden inzwischen mit Vertretern der Länder Berlin und Brandenburg besprochen.

Etliche Anregungen sollen beim Bau der neuen Flotte berücksichtigt werden. Die Befragungen hatten gezeigt: Das Außendesign kam bei den Fahrgästen gut an. 77 Prozent der Tester sagte es zu, 51 Prozent entschieden sich zudem für die moderne Farbgebung, die auch das Fahrzeugmodell schon aufwies.


Auf vielfachen Wunsch: Rot auch für die Frontpartie

Ein Thema, das in puncto Außendesign sehr bewegte, war die Frontgestaltung. Deshalb erhält nun auch die Frontpartie einen roten Farbanteil. Das soll den Wiedererkennungseffekt erhöhen und Verschmutzungen weniger sichtbar werden lassen. Letzteres hatte sich speziell die Gruppe der Triebfahrzeugführer gewünscht. Außerdem sollen die Haltestangen an der Triebfahrzeugführer-Tür unauffälliger gestaltet werden.

Auch für den Innenbereich wurden Entscheidungen getroffen. 70 Prozent der Befragten stimmten dafür, dass im Sitzbereich beidseits horizontale Haltestangen eingebaut werden, dieses klare Votum wird umgesetzt. Bei den Halteschlaufen fiel die Wahl auf die griffigere Variante  in der Farbe Anthrazit. Die inneren Türwarnleuchten werden seitlich angebracht, wie eine Tür im Modell es bereits demonstrierte.

Eine Reihe von Vorschlägen wird derzeit hinsichtlich der technischen und finanziellen Machbarkeit noch geprüft. Wir halten Sie auf dem Laufenden


Alle Informationen zur neuen S-Bahn

 

 

Folgende Vorschläge für die neue S-Bahn befinden sich noch in der Prüfung:

  • Anzeiger innen, außen und vorn mit weißer statt gelber Schrift ausstatten.
  • Auffindeton der Türen in ein „Klacken“ – ähnlich wie bei den Ampeln – ändern. Alternative Türbewegungstöne finden.
  • Anforderungstaster für Rollstuhlfahrer außen mittig statt außen links anbringen, außerdem (wie den Türöffner) etwas höher platzieren. Taktile Beschriftung überprüfen.
  • Einbau eines dritten Außenlautsprechers im Bereich der Übergänge.
  • Anlegerampe für Rollstuhlfahrer soll gewährleisten, das Höhenunterschiede sicher überwunden werden können. Ein Praxistest im S-Bahn-Netz prüft dies.
  • „Stolperkante“ am Einstieg durch eine Abrundung entschärfen.
  • Farbigen Absetzstreifen an der Türschwelle und die Bodenpiktogramme in den Mehrzweckbereichen gelb statt orange gestalten.
  • Rückenlehnen der Klappsitze auf die Höhe der Fensterunterkanten einkürzen.
  • Halteösen für Fahrräder ergänzen.
  • Temporäres Verschließen der Klappsitze ermöglichen.
  • Sprechsäule am Rollstuhlstellplatz in Richtung Anlehnwand verschieben und an die Wand anschließend einbauen.
  • Liniennetzplan an ausgewählten Außenfenstern anbringen.
  • Klappfensterbedienung so einrichten, dass der Verschluss nicht durch Fahrgäste aufgemacht werden kann.
  • Doppelbank statt Einzelsitze am Übergang zum nächsten Wagen.
  • Sitz für kleinwüchsige Menschen einbauen.

 

Autor: Claudia Braun