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12.01.2017

Wie funktioniert Integration?

 

Bildung und Arbeit sind der Schlüssel zur Integration – diesen Satz dürfte Emmanuel Macron wohl mit auf den Weg genommen haben, als er sich nach seinem Besuch wieder verabschiedete. Der unabhängige französische Kandidat machte auf seiner Präsidentschaftstour am 10. Januar auch einen Abstecher ins S-Bahn-Werk Schöneweide, um sich , persönlich ein Bild vom Qualifizierungsprojekt „Chance Plus für Flüchtlinge“ zu machen – und war sichtlich beeindruckt.

Zurzeit werden bei der Deutschen Bahn bundesweit 120 Flüchtlinge qualifiziert, davon sechs bei der S-Bahn Berlin und sechs bei DB Services. Ziel ist es, die Flüchtlinge nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „In diesem Projekt werden junge Leute über sechs bis zwölf Monate fit für eine Ausbildung gemacht“, erklärte Bastian Knabe, Geschäftsführer Finanzen bei der S-Bahn Berlin, dem interessierten Gast. Und Ausbildungsgesamtkoordinator Michael Hallmann fügte hinzu: „Sie absolvieren sowohl einen Sprachkurs als auch eine betriebliche Praxisphase – und wenn das gelungen ist, beginnen sie ihre Ausbildung.“

 

Persönlicher Austausch zwischen Macron und den Auzubildenden

Begeistert ließ sich Macron durchs Werk und durch die Juniorwerkstatt führen und nahm sich Zeit, mit Einzelnen von ihnen zu sprechen, beispielsweise mit Mohamad Seket, der aus dem syrischen Aleppo vor dem Krieg nach Deutschland floh und nun eine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik macht. Auf die Frage, was sich die jungen Auszubildenden am meisten wünschen, kam immer dieselbe Antwort: eine eigene Wohnung.

Die Deutsche Bahn wird in diesem und nächsten Jahr weitere 150 Plätze für Flüchtlinge bereitstellen, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, und auch bei der S-Bahn Berlin geht das Projekt 2017 in die dritte Runde.


Text/Fotos: Christiane Flechtner