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12.01.2017

Verlorenes nicht gleich abschreiben

Vieles bleibt liegen in Zügen oder Bahnhöfen – in der Fundstelle wird es aufbewahrt

 

Kühlschrank, Glücksrad oder eine Tasche voll Bargeld, es gibt nichts, was nicht in der Bahn liegen bleibt. Viel häufiger als allgemein angenommen werden die Fundsachen von ehrlichen Findern abgegeben und können so von ihren Besitzern wiedergefunden werden. Deshalb lohnt es sich, den Verlust zu melden, rät Jörg Vulprecht, der die Berliner Fundstelle der Deutschen Bahn leitet. Das kann online, per E-Mail, Fax oder telefonisch geschehen. Dann forscht der Fundservice bis zu vier Wochen nach.

1 000 Fundstücke aus Regional- und Fernbahnen sowie 600 aus S-Bahnzügen kommen jeden Monat in der Berliner Fundstelle an, die letzten August vom Bahnhof Zoologischer Garten nach Lichtenberg gezogen ist. Dort werden sie sorgfältig erfasst. Wenn sich ein Besitzer zuordnen lässt, wird dieser kontaktiert und die Fundsache bleibt einen Monat in Berlin. Was nicht abgeholt wird, geht nach Wuppertal in die zentrale Fundstelle der Bahn und wird dort aufbewahrt. Nur die vielen Fahrräder bleiben in Berlin und werden regelmäßig versteigert. „Das ist immer ein Highlight, zu dem viele Interessenten kommen, ab März geht es wieder los,“ verrät Jörg Vulprecht.

 

Eine abwechslungsreiche und spannende Arbeit

Aber auch die täglichen kleinen Erfolge der Fundstelle machen die Arbeit dort abwechslungsreich und spannend, erzählt Petra Schwetzke: „Es wird manchmal sehr emotional. Das ist ja klar, das ganze Leben ist in der Handtasche, das ist schon eine Aufregung, wenn sie dann weg ist.“ Wenn sie Besitzern ihr verloren geglaubtes Eigentum zurückgeben kann, ist das natürlich ein schöner Moment – auch Freudentränen und -tänze gab es schon in der Fundstelle.

 

 

DB Station&Service AG – Fundbüro

*(59 ct/min aus dem deutschen Festnetz, Tarife bei Mobilfunk ggf.
abweichend

 

 

Text: Nina Dennert
Foto: Foto: André Groth