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26.01.2017

Einladendes Entree und viele hilfreiche Funktionen

Die Türen der neuen S-Bahn für Berlin

 

Die Türen der neuen S-Bahn werden ein angenehmes Entree bieten. Sie sind mit einer Reihe von hilfreichen und modernen Funktionen ausgestattet, die das Verkehrsmittel noch sicherer machen. „Da die S-Bahnen auf dem Ring eingesetzt werden, müssen die Türen das einfache, schnelle und barrierefreie Ein- und Aussteigen ermöglichen.

Es war uns wichtig, auch den Türen ein einladendes Aussehen zu geben“, sagt Annekatrin Westphal, Leiterin Fahrgastmarketing bei der S-Bahn Berlin. Das ist bereits im 1:1 Modell gelungen, wie die Befragungen von über 400 Testern gezeigt haben. Die Teilnehmer der Modellbegehungen im Oktober hatten sich mehrheitlich positiv zu Farbe und Funktionen der Türen geäußert. Weitere realisierbare und finanzierbare Vorschläge, die sich aus den Befragungen ergaben, fließen nun in den Entwicklungsprozess und damit in die neuen Baureihe ein.

 

Türfarbe bietet Kontrast

Für Fahrgäste, die von einer Sehschwäche betroffen sind, ist es nicht immer leicht, die bislang farbgleichen S-Bahn-Türen zu finden. Das wird sich mit der neuen Fahrzeuggeneration ändern:

Die schwarzen Türen greifen eine der traditionellen S-Bahn-Farben auf und setzen sich damit deutlich vom Rest des Zuges ab.

Bei den zahlreichen Testern sowie dem Blinden- und Sehbehindertenverband kam diese Lösung gut an: sie wurde von den Testern am zweithäufigsten als besonders gut bezeichnet.


 

„Kleine Schwelle“ am Einstieg

Jeder Handwerker wird es bestätigen: Ohne „kleine Schwelle“ kommt auch die S-Bahn nicht aus. Ein völlig glatter Übergang vom Bahnsteig in den Zug ist aus konstruktionstechnischen Gründen nicht möglich, da sonst die Türen unten nicht dicht schließen könnten.

Außerdem lässt sich die Rampe für Rollstuhlfahrer hier auflegen. Der Einstieg ist so konzipiert, dass gegebenenfalls Schmutz unter den Schuhen, etwa im Winter, möglichst nicht weit in den Wagen getragen werden kann.

 


 

Signale per Licht

Die neuen Lichtsignale an den Türen schafften es an die Spitze: Sie gefielen den meisten Testern besonders gut. Gleich, ob als Einheimischer oder Fremder – die rot und grün blinkenden Lichtsignale in LED-Technik werden intuitiv verstanden.

Grün zeigt das Öffnen der Türen an, Rot heißt Vorsicht, die Türen schließen sich.


 

Signale per Ton

Sehr kontrovers diskutiert wurden die piependen Türtöne:

Es gibt einen, der beim Öffnen und einen weiteren, der beim Schließen ertönt, um mehr Sicherheit zu gewährleisten.

Außerdem sendet der Taster einen Ton aus, der blinden und sehschwachen Fahrgästen hilft, ihn schnell zu finden. Mit diesen Tönen, kombiniert mit den Lichtsignalen, folgt die S-Bahn dem Zwei-Sinne-Prinzip: zwei der drei Sinne Hören, Sehen, Tasten müssen angesprochen werden, um Barrierefreiheit zu schaffen.

Frequenz und Lautstärke der Warntöne ist per Norm klar definiert, so dass hier wenig Spielraum für große Veränderungen besteht. Übrigens passt sich die Lautstärke der Töne der Umgebung an. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband getestet, inwiefern zumindest der Auffindeton des Tasters angepasst werden kann.


 

Energie sparend

Offen stehende Türen, weil niemand den Schließknopf drückt, gehören der Vergangenheit an. Die Türen der neuen S-Bahn schließen, wenige Sekunden nachdem der letzte Fahrgast ein- oder ausgestiegen ist, automatisch. Das hält im Sommer die heiße Luft draußen.

Im Winter schützt es vor dem Auskühlen. Die breite Farbmarkierung am Boden signalisiert den Bereich, der frei gehalten werden muss, damit die Türen automatisch schließen können.


 

Weitere Vorschläge von Fahrgästen und Interessenverbänden werden hinsichtlich ihrer technischen und finanziellen Machbarkeit geprüft. punkt 3 wird über die Entwicklungen in den kommenden Ausgaben weiter berichten.

 

Alle Informationen zur neuen S-Bahn

 

 

 

Text: Nina Dennert
Fotos: Kai Michael Neuhold, André Groth