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26.10.2017

Schallschutzwände für den Norden Berlins

Drei Buslinien ersetzen S2 und S8 zwischen Pankow - Karow bzw. Birkenwerder

Im Norden Berlins wird es künftig ruhiger – zumindest, was den Schienenverkehrslärm betrifft. Insgesamt 5,7 km Schallschutzwände werden ab diesem Jahr zwischen Berlin-Pankow und Berlin-Blankenburg bis 2020 im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms an bestehenden Schienenwegen des Bundes errichtet.

In diesem Zusammenhang werden Sperrungen der S-Bahngleise erforderlich. Die erste Sperrung beginnt am Montag, 6. November, ca. 4 Uhr und geht bis Montag, 4. Dezember, ca. 1.30 Uhr. In diesem Zeitraum ersetzen Busse den S-Bahn-Verkehr der Linien S2 und S8 zwischen Berlin-Pankow und Karow bzw. Birkenwerder.

Detailinformationen zu den Einschränkungen

 

Ersatzverkehr mit Bussen

Es wird insgesamt drei Buslinien als Alternative geben (siehe Grafik oben):
  • Bus S 2 Express Pankow <> Karow (ohne Unterwegshalt) – wird über die Autobahn BAB A114 geführt.Diese Linie beginnt in Pankow an der vorhandenen BVG-Haltestelle „S+U Pankow/Granitzstraße“ in der Granitzstraße (wie BVG-Busse X54, 250 und 255).
  • Bus S 2 Pankow <> Pankow-Heinersdorf <> BVG-Haltestelle „Pasewalker Straße/Blankenburger Weg“ (Halt für S-Bf Blankenburg) <> BVG-Haltestelle „Rosenthaler Straße“ (Halt für S-Bf Blankenburg) <> Karow
  • Bus S 8 Pankow <> Pankow-Heinersdorf <> BVG-Haltestelle „Pasewalker Straße/Blankenburger Weg“ (Halt für S-Bf Blankenburg) <> BVG-Haltestelle „Rosenthaler Straße“ (Halt für S-Bf Blankenburg) <> Mühlenbeck- Mönchmühle <> Ersatzhaltestelle „Schönfließ, Kirche“ (Halt für S-Bf Schönfließ) <> OVG-Bushaltestelle „Bergfelde, Schule“ (Halt für S-Bf Bergfelde) <> Hohen Neuendorf <> Birkenwerder Diese beiden Linien beginnen in Pankow an der Ersatzhaltestelle „S+U-Bf Pankow“ in der Berliner Straße (vor der Granitzstraße).

 

Über 1,2 Milliarden Bundesmittel wurden bereits in die Reduzierung des Schienenverkehrslärm investiert

Um den Schienenverkehrslärm auch entlang hochbelasteter Streckenabschnitte im bestehenden Netz deutlich zu reduzieren, hat der Bund das freiwillige Lärmsanierungsprogramm aufgelegt. Seit 1999 flossen insgesamt über 1,2 Milliarden Euro des Bundes in das Programm. Allein in Berlin wurden von 2001 bis 2016 bereits über 2,4 Millionen Euro Bundesmittel investiert. So konnten elf Teilprojekte mit einer Streckenlänge von insgesamt 22 km vollständig saniert werden. Ungefähr 1 200 Wohnungen erhielten Schallschutzfenster, Dachsanierungen oder Schalldämmlüfter.

Zur Reduzierung der Lärmeinwirkungen durch den Schienenverkehr zwischen Berlin-Pankow und Berlin-Blankenburg wurden zehn Schallschutzwände mit Höhen von 2,0 bis 3,0 Meter gemäß den Vorgaben des Lärmsanierungsprogramms dimensioniert.

Ziel der Lärmsanierung ist, dass die Werte an den Gebäudefassaden nachts weniger als 57 db(A) und tagsüber weniger als 67 db(A) betragen – im Inneren der Schlafräume liegen die Werte bei geschlossenem Fenster dann deutlich darunter.

Neben dem Aufstellen der Lärmschutzwände nutzt die DB Netz AG die Gleissperrungen außerdem für Arbeiten an der Brücke der Bundesautobahn A114 über den Berliner Außenring und eine Reihe weiterer kleiner Arbeiten. Ursprünglich waren ebenfalls Brückenbauarbeiten am Karower Kreuz vorgesehen. Da diese verschoben wurden, genügt zunächst eine Sperrzeit von vier Wochen.

 

 

 

Text: Claudia Braun
Grafik: S-Bahn Berlin