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09.11.2017

Taucher und Unterwasserbagger

Ungewöhnliche Lösungen lassen Bau der S 21 voranschreiten

Normalerweise ist er auf Ölplattformen im Einsatz und sorgt dort für den Unterwasseraushub: ein kleiner Tauchbagger, der nun in Berlin und laut Projektleiter Arno Jaeger von der DB Netz AG überhaupt zum ersten Mal in Deutschland im Einsatz ist. Die ferngesteuerte Baumaschine aus Norwegen hilft Jaeger und seinem Team, ein Problem beim Bau der S 21 in den Griff zu bekommen: Es lief Grundwasser in die Grube für den Tunnel unter der Minna-Cauer-Straße. „Jetzt heben wir die Erde unter Wasser aus. Gearbeitet wird 24 Stunden lang, an sieben Tagen“, erklärt der Projektleiter. Im Anschluss entsteht eine Betonsohle. Mit der Überwachung der Arbeiten sind vier Taucher beauftragt worden. Schwierigkeiten bereiten auch die Bauwerke, die vorsorglich für die künftige S 21 im Hauptbahnhof angelegt worden waren.

Weil eine Betonplatte im Weg ist, kann ein Haltepunkt nicht wie geplant entstehen, so dass nun ein unterirdischer Interimsbahnhof an der Invalidenstraße gebaut wird. Die provisorische Station bietet in voraussichtlich drei Jahren den direkten Zugang zur U-Bahn. Die S 21 in Berlin soll zunächst den Hauptbahnhof mit dem nördlichen Berliner Innenring verbinden. Bislang ist der Hauptbahnhof nur aus Ost-West-Richtung an das S-Bahnnetz angeschlossen. Der Projektleiter rechnet damit, dass Ende 2020 die ersten S-Bahnen rollen werden. Später ist geplant, die S 21 über Potsdamer Platz und Gleisdreieck bis zur Yorckstraße weiterzuführen.

 

 

 

Text: Claudia Braun
Fotos (2): Sabine Adler