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26.04.2018

Selbstfahrenden Kleinbus per App bestellen

Deutsche Bahn und Berliner Verkehrsbetriebe testen autonomes Fahren

Auf dem EUREF-Campus in Berlin Schöneberg wird die Mobilität der Zukunft getestet: Ein selbstfahrender Kleinbus, der Besucher und Beschäftigte über das Gelände chauffiert, kann in den kommenden Wochen erstmals per App individuell bestellt werden. Bisher verkehrte er nach Fahrplan auf einer festen Route. Für dieses Pilotprojekt zum autonomen Fahren haben sich ioki, ein Geschäftszweig der Deutschen Bahn (DB), und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zusammengetan. Der Kleinbus des Herstellers EasyMile lässt sich auch induktiv laden. Das Bestellen per App wird in den kommenden Wochen vorbereitet und schrittweise eingeführt.

Später soll der Testbetrieb auf öffentliche Straßen ausgeweitet werden. Auf der Suche nach einer geeigneten Strecke werden sich die Projektpartner eng mit den Behörden abstimmen. Ziel eines solch flexiblen Services mit autonomen Fahrzeugen auf Anfrage ist es, Mobilität von Tür zu Tür in Kombination mit Bahnen und Bussen zu bieten.

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe fördert das Pilotprojekt „Pole Position“, das vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) wissenschaftlich begleitet wird. Dazu Wirtschaftssenatorin Ramona Pop: „Für die wachsende Stadt erneuern wir unsere Verkehrsinfrastruktur und bauen diese für umweltfreundliche Mobilität aus. Mit ‚Pole Position‘ schaffen wir ein On-Demand-Buchungsverfahren und testen zugleich die Technologie des induktiven Ladens. “

 

„Perfekte Ergänzung zum dichten S-Bahn-Takt“

 

S-Bahn-Chef Peter Buchner zum Thema automatische Zubringer

Was halten Sie vom Projekt auf dem EUREF-Campus?

Peter Buchner: Das ist eine spannende Sache. Ich bin sicher, dass automatische Zubringer in Zukunft viel zur Attraktivität des öffentlichen Verkehrs beitragen können.

Inwiefern profitieren die S-Bahn- Kunden von einer solchen Lösung?

Peter Buchner: Gerade in Vororten und dünner besiedelten Stadtteilen wie zum Beispiel Frohnau oder Zehlendorf fahren Busse heute in weniger dichten Takten, während die S-Bahnen alle zehn Minuten und auch abends länger fahren. Automatische Zubringerbusse, die häufiger und bis in die Nacht unterwegs sind, können passende Anschlüsse nach Bedarf bieten. So eine nahtlose Reisekette von Tür zu Tür kann auch bisherige Autofahrer animieren, das ganze System zu nutzen. Und mehr Pendler, die Bus und S-Bahn fahren, sind gut für uns und für die Umwelt.

Was glauben Sie, wann wird es soweit sein?

Peter Buchner: Das ist schwer zu prognostizieren. Wir verfolgen die Projekte zum autonomen Fahren aufmerksam und unterstützen die Forschung gerne. Schließlich brauchen wir innovative Lösungen, die dabei helfen, das Mobilitätsangebot im wachsenden Berlin immer besser zu machen.

 

 

Mit ihrem Geschäftszweig ioki bringt die Deutsche Bahn On-Demand-Mobilität und autonomes Fahren in den öffentlichen Verkehr. Dabei bietet ioki alle Services aus einer Hand, um etwa Städte oder kommunale Aufgabenträger in die Lage zu versetzen, unter eigenem Namen On-Demand- Mobilitätsangebote im öffentlichen Verkehr zu betreiben.

Ioki.com

InnoZ – Das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel wurde im Jahr 2006 als ein Kooperationsunternehmen der Deutschen Bahn AG, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) gegründet.

Innoz.de

 

 

 

Text: punkt3
Foto: BVG/Süß