Stadt, Land, Fluss - Am Oranienburger Kanal entlang

Bei dieser Ausflugstour radeln oder spazieren Sie durch das facettenreiche Oranienburg. Erkunden Sie die wechselvolle Geschichte der Kreisstadt im Norden Berlins – von der Toleranz zu Zeiten von Prinzessin Louise Henriette bis zum Terror des NS-Regimes.

Wegbeschreibung

Ihren Erkundungstag in Oranienburg starten Sie mit der S 1. Verlassen Sie den Bahnsteig an der Station Oranienburg, überqueren Sie die Stralsunder Straße und gehen Sie entlang der Willy-Brandt-Straße auf den alten Speicher zu, der mit seinen 37,2 Metern das zweithöchste Gebäude der Stadt ist. Biegen Sie rechts in die Lehnitzstraße und vor der Henrietten-Apotheke sofort wieder links ein.

Auf dem Louise-Henrietten-Steg (1) überqueren Sie die Havel, biegen gleich dahinter rechts in die Havelpromenade ein und erreichen das Oranienburger Schloss (2) – eines der schönsten und bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg. Hier können Sie durch den weitläufigen Schlosspark (3) flanieren, im Schlossmuseum berühmte Kunstwerke des 17. Jahrhunderts bestaunen oder das Blumenthalsche Haus besuchen. Aber auch die dunklen Seiten der Oranienburger Geschichte werden hier offenbar: Auf dem Schlossplatz erinnert die Skulptur „Die Anklagende“ (4) an die Zeit des Dritten Reichs, als die Nationalsozialisten hier zwei Konzentrationslager errichteten.

Da Sie noch einige Kilometer vor sich haben, können Sie sich, bevor es weitergeht, einen kleinen Snack gönnen – zum Beispiel im Schlossrestaurant „Lieschen & Louise“ (G) oder in der Pizzaria „L’Oasi“ (E), die sich im Blumenthalschen Haus befindet. Gestärkt spazieren Sie weiter auf der Breiten Straße und erblicken bald ein im holländischen Stil erbautes Backsteinhaus: das ehemalige von Prinzessin Louise Henriette von Oranien erbaute Waisenhaus (5). An der Kirche St. Nicolai (6) überqueren Sie die Straße und biegen am Ende des Bötzower Platzes links in die Kanalstraße ein. Der Weg führt Sie an der Orangerie (7) vorbei zum Oranienburger Kanal. Überqueren Sie die Stadtbrücke und biegen Sie dahinter gleich links ab.

Ab jetzt geht es etwa 13 Kilometer am idyllischen Ufer entlang, vorbei an der Pinnower Schleuse (8), bis Sie die Stelle erreichen, wo der Oranienburger Kanal in die Havel mündet. Hier treffen Sie auf die Dorfstraße, auf die Sie links einschwenken und die Havel überqueren. Sie folgen der Straße, die in die Hauptstraße übergeht, weiter geradeaus, am Restaurant Lindeneck (E) vorbei bis zur Chausseestraße. Auf dem Fußgänger- und Radweg seitlich der Straße geht es circa einen Kilometer entlang, bis Sie rechts in die Bahnhofsstraße einbiegen, die Sie an Ihr Ziel bringt, den S-Bahnhof Borgsdorf.

Spezieller Inhalt

Tourismusverein Oranienburg und Umland e. V.
Bernauer Str. 52
16515 Oranienburg
Tel. 03301 7048-33
info@tourismus-or.de
http://www.tourismus-or.de


Stationen der Tour

  • Louise-Henriette-Steg Eine königliche Verbindung

    1895 wurde zwischen dem Bahnhof und der Altstadt eine...

    1895 wurde zwischen dem Bahnhof und der Altstadt eine hölzerne Bogenbrücke für Fußgänger fertiggestellt, die aufgrund ihres steilen Anstieges im Volksmund den Namen „Schwindsuchtbrücke“ erhielt. Später wurde sie durch eine Stahlkonstruktion ersetzt.

    1
  • Schloss Oranienburg Ein preußisches Schmuckstück

    Nur 25 Bahnminuten von Berlin entfernt steht einer der...

    Nur 25 Bahnminuten von Berlin entfernt steht einer der bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg: das Schloss Oranienburg. Es wurde 1651 für die Gemahlin des Großen Kurfürsten, Prinzessin Louise Henriette von Oranien, errichtet und ab 1689 erweitert und prachtvoll ausgestattet. Um 1700 galt der strahlend weiße Bau als schönstes Schloss der preußischen Monarchie.

    Heute beherbergt das Oranienburger Schmuckstück zwei Museen: das Schlossmuseum, das eine Sammlung einzigartiger Kunstwerke – darunter Skulpturen von François Dieussart und Gemälde von Anthonis van Dyck – präsentiert.

    Und das Kreismuseum, das mit seinen Ausstellungen zur Geschichte des Landkreises zu den wichtigsten Regionalmuseen in Brandenburg gehört.

    2
  • Schlosspark Eine grüne Oase

    Der Lustgarten westlich des Schlosses Oranienburg wurde...

    Der Lustgarten westlich des Schlosses Oranienburg wurde – passend zur Heimat von Kurfürstin Louise Henriette – im holländischen Stil angelegt.

    Im Jahr 2009 wurde der 30 Hektar große Park Teil der Landesgartenschau – und lädt seine Gäste seitdem umso mehr zum Flanieren und Verweilen ein.

    3
  • „Die Anklagende“ Steinerne Mahnung

    Grau erhebt sie sich vor dem Oranienburger Schloss: die...

    Grau erhebt sie sich vor dem Oranienburger Schloss: die Skulptur „Die Anklagende“. Das Mahnmal wurde 1961 von Fritz Cremer geschaffen und erinnert mit der Inschrift „Schmerz gebäre Tat“ eindrücklich daran, das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, die Zeit des Nationalsozialismus, nicht zu vergessen.

    4
  • Waisenhaus Wohltätiges Geburtstagsgeschenk

    Aus Freude über die Geburt ihres Sohnes Karl Emil...

    Aus Freude über die Geburt ihres Sohnes Karl Emil und in Erfüllung eines Gelöbnisses stiftete die Kurfürstin Louise Henriette 1665 ein Waisenhaus für 24 Kinder.

    Der zweigeschossige Bau am Ende der Breiten Straße ist heute der Sitz des Gesundheitsamtes des Landkreises Oberhavel.

    5
  • St. Nicolai Dem Himmel so nah

    Mit ihren 57,4 Metern Höhe ist die Kirche St....

    Mit ihren 57,4 Metern Höhe ist die Kirche St. Nicolai das höchste Gebäude Oranienburgs. Heute ist der aus dem 16. Jahrhundert stammende Bau das kulturelle und geistige Zentrum der evangelischen Gemeinde sowie ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte.

    6
  • Die Orangerie Vom Winterquartier zum Kulturtempel

    Am südlichen Rande des Oranienburger Schlossparks...

    Am südlichen Rande des Oranienburger Schlossparks befindet sich die in den Jahren 1754 bis 1757 erbaute Orangerie.

    Ursprünglich als Winterquartier für exotische Pflanzen konzipiert und im Laufe der Zeit als Pulvermagazin, Pferdestall und Museumsdepot genutzt, empfängt das strahlend weiße Gebäude seine Besucher heute bei zahlreichen Konzerten, Ausstellungen und Theateraufführungen.

    7
  • Pinnower Schleuse Vom Oranienburger Kanal in die Havel

    Die Pinnower Schleuse befindet sich auf der...

    Die Pinnower Schleuse befindet sich auf der Oder-Havel-Wasserstraße, welche jährlich von etwa 3000 Sportschiffen passiert wird. Die Schleuse ermöglicht Wasserfahrzeugen die durch Kanalstufen bedingten Wasserunterschiede zwischen einzelnen Abschnitten einer Wasserstraße zu überwinden.

    Gönnen Sie sich nach der langen Strecke eine kurze Verschnaufpause und sehen Sie den Sportschiffen zu, wie sie diesen Höhenunterschied meistern.

    8

Unser Gastrotipp

  • Schlossrestaurant „Lieschen & Louise“

    • Schloßplatz 1
      16515 Oranienburg

    deutsche Küche

    deutsche Küche

    G

Extratipps

  • Ristorante L’Oasi

    Louise Henriette ließ dieses Haus am Eingang des...

    Louise Henriette ließ dieses Haus am Eingang des Parks einst für Ihren Hofgärtner bauen. Später wurde es von der jüdischen Familie Blumenthal erworben, die hier 1852 die erste städtische Privatbank Oranienburgs gründete.

    Heute befindet sich in dem Gebäude eine Pizzeria.

    E
  • Gaststätte Lindeneck

    traditionelle, berlin-brandenburgische Küche

    traditionelle, berlin-brandenburgische Küche

    E

Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar abgeben zu können

Registrieren

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.