Von historisch bis malerisch - Die Machnower-See-Tour

Durchstreifen Sie ein Stück deutscher Geschichte – bei einer Tour durch das ehemalige Grenzgebiet zwischen Lichterfelde und Teltow. Im Südwesten Berlins atmen Sie Blütenduft, begegnen Sie Göttinnen und genießen Sie herrliche Ausblicke auf den Machnower See.

Wegbeschreibung

Starten Sie Ihre Ausflugstour am S-Bahnhof Lichterfelde Süd und verlassen Sie den Bahnsteig in Richtung Fürstenstraße. Folgen Sie linker Hand dem Holtheimer Weg, ungefähr 500 Meter bis zu seinem Ende. Hier laufen Sie weiter geradeaus und betreten einen schmalen Fußgängerweg, der Sie nach wenigen Metern auf die Kirschblütenallee (1) entlang des ehemaligen Grenzstreifens führt.

Biegen Sie rechts ab, wandeln Sie unter den zierlichen Bäumen und atmen Sie – wenn Sie zwischen Ende April und Anfang Juni unterwegs sind – den Duft der rosafarbenen Blüten ein. Nach etwa 300 Metern überqueren Sie die Lichterfelder Allee und gehen weiter geradeaus auf der Paul-Gerhardt-Straße, die Sie zum Ufer des Teltowkanals bringt. Wenden Sie sich nach links und folgen Sie dem malerischen Weg am Wasser etwa 2,5 Kilometer lang. Sie treffen auf die Straße Zeppelinufer und könnten über die gegenüberliegende Badstraße einen kurzen Abstecher in die sehenswerte Teltower Altstadt machen. Für unsere Tour folgrn wir der Verländerung des Zeppelinufers der Oderstraße. Hier entsteht derzeit die Marina Teltow, ein barrierefreier Sportboothafen. Schließlich gelangen wir nach gut zwei Kilometern am Ende der Oderstraße aus Teltow heraus und geradewegs nach Kleinmachnow. Schwenken Sie hier gleich rechts in die Straße Im Tal und später rechts in die Straße Am Weinberg ein. Im Anschluss führt Sie Ihr Weg links in den Zehlendorfer Damm und am Ufer des Machnower Sees entlang, bis Sie die 400 Jahre alte Dorfkirche (2) erreichen.

Gegenüber thronen zwei Göttinnen – Medusa und Minerva – auf einem alten Sandsteinportal (3), durch das man früher den Gutshof betrat. Vor der Kirche führt Sie ein Weg in die Allee am Forsthaus. Folgen Sie dieser durch das malerische Bäketal und Sie gelangen nach etwa 1,2 Kilometern zur Schleuse Kleinmachnow (4). Wenn Sie rechts auf den Stahnsdorfer Damm abbiegen, können Sie einen historischen Triebwagen der Berliner Straßenbahn entdecken.  Bis 1961 fuhr die Linie 96 von der Kleinmachnower Schleuse bis nach Berlin. Heute ist in diesem Straßenbahnwagen eine kleine Ausstellung zur Verkehrsanbindung der Region eingerichtet. Nachdem Sie das imposante Schleusengebäude aus der Nähe betrachtet haben, können Sie sich im Gasthaus „Zur Schleuse“ (G) am gegenüberliegenden Ufer stärken.

Folgen Sie dem Stahnsdorfer Damm anschließend weiter weg vom Kanal, bis Sie rechts in die Straße Am Hochwald einbiegen. Nach etwa 400 Metern führt ein Fußweg rechts am Nordufer des Sees entlang, an der Neuen Hakeburg (5) vorbei und trifft schließlich auf den Zehlendorfer Damm. Wenden Sie sich nach links und folgen Sie der Straße etwa 800 Meter lang, um dann erst rechts in die Fontanestraße und nach 300 Metern wieder links in die Max-Reimann-Straße einzuschwenken. Über den Ringweg und weiter geradeaus über den Kurzen Weg erreichen Sie den Erlenweg. Biegen Sie links ein, halten Sie sich dann rechts und folgen Sie diesem für circa einen Kilometer und folgen Sie dann rechts dem Buschgrabenrundweg, der Sie bis zum Zehlendorfer Damm führt. Jetzt geht es rechts und gleich darauf wieder rechts über den Waldweg in das Naturschutzgebiet Buschgraben (6).

Hinter einem kleinen See macht der Weg eine scharfe Linkskurve und trifft auf die Sachtlebenstraße, der Sie rechter Hand folgen, um am Ufer bis zum Teltower Damm weiterzuspazieren. Überqueren Sie die Brücke und folgen Sie der Zehlendorfer Straße, bis Sie links in die Berliner Straße einbiegen. Die Straße trifft auf die Lichterfelder Allee. Halten Sie sich rechts und schwenken Sie gleich wieder links in die Mahlower Straße ein, die Sie in nur wenigen Minuten bis zum S-Bahnhof Teltow Stadt führt.


Stationen der Tour

  • Kirschblütenallee Symbol des Friedens

    So schön kann Geschichte sein: Aus Freude über...

    So schön kann Geschichte sein: Aus Freude über den Mauerfall rief ein japanischer TV-Sender im Jahr 1989 zu einer spontanen Spendenaktion auf. Von den Erlösen wurden mehr als 9.000 Kirschbäume in Berlin und Brandenburg gepflanzt. Mit mittlerweile rund 1.100 Kirschbäumen ist der Abschnitt des ehemaligen Grenzstreifens in Teltow heute ein blühendes Symbol des Friedens.

    1
  • Alte Dorfkirche Zeugin der Vergangenheit

    „Reizend zwischen Bäumen und Efeugräbern...

    „Reizend zwischen Bäumen und Efeugräbern gelegen“ – so schwärmte bereits Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ von der Dorfkirche Kleinmachnow.

    Auch heute lohnt sich der Besuch des im Jahr 1597 eingeweihten Gotteshauses, das als eines der wenigen Bauwerke noch von dem ursprünglichen Dorf „Klein-Machnow“ zeugt.

    2
  • Medusenportal Gut und Böse

    Früher bildete das Sandsteinportal gegenüber...

    Früher bildete das Sandsteinportal gegenüber der Dorfkirche den Eingang zum Gutshof Kleinmachnow, der sich im Besitz der Adelsfamilie von Hake befand.

    Die Gebäude des Gutshofes fielen den Zerstörungen des 2. Weltkriegs zum Opfer. Geblieben ist das Eingangstor, auf dem sich die Abbilder zweier Göttinnen finden – das Haupt der schrecklichen Medusa mit den typischen Schlangenhaaren und das von Minerva, der Beschützerin der Handwerker, Dichter und Lehrer.

    3
  • Schleuse Kleinmachnow Denkmal zu Wasser

    Die Schleuse Kleinmachnow gilt als das markanteste...

    Die Schleuse Kleinmachnow gilt als das markanteste Bauwerk des Brandenburg-Berliner Teltowkanals. 1901 wurde der Grundstein für die damalige Doppelschleuse gelegt, nur fünf Jahre später wurde sie durch Kaiser Wilhelm II. feierlich eröffnet.

    Im Jahr 1939 musste, wegen des zunehmenden Schiffsverkehrs, noch eine dritte Schleusenkammer gebaut werden. Heute steht der monumentale Bau unter Denkmalschutz und bietet Besuchern einen schönen Blick auf das Treiben im Wasser.

    4
  • Neue Hakeburg Eine stilvolle Festung am See

    Seit dem 15. Jahrhundert gehören die...

    Seit dem 15. Jahrhundert gehören die Ländereien rund um den Machnower See der Adelsfamilie von Hake. Dazu gehörte auch die sogenannte „Alte Hakeburg“, die jedoch im 2. Weltkrieg vollständig zerstört wurde.

    1906 gab Dietloff von Hake den Auftrag, eine neue Festung auf dem 62 Meter hohen Seeberg am Nordufer des Machnower Sees zu errichten – 1908 war der Bau abgeschlossen.

     

    5
  • Buschgraben Schöne Wildnis eiszeitlicher Überreste

    Der „Buschgraben“ ist eine schmale...

    Der „Buschgraben“ ist eine schmale eiszeitliche Schmelzwasserrinne, die sich vom Grunewald bis zur Teltowkanal-Aue erstreckt.

    Zwischen Zehlendorf und Kleinmachnow, auf dem ehemaligen Grenzstreifen, liegen der „Buschgrabensee“ und das Feuchtgebiet am Erlenweg. Beide Gebiete waren durch die Grenzanlagen seit 1961 nicht zugänglich – und die Natur konnte sich ungestört entwickeln.

    Heute ist die Buschgraben-Niederung ein Landschaftsschutzgebiet, das sich von Kleinmachnow nach Berlin erstreckt und vielfältigen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet.

    6

Unser Gastrotipp

  • Gasthaus zur Schleuse

    • Stahnsdorfer Damm 19
      14532 Kleinmachnow

    deutsche Küche

    deutsche Küche

    G

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