Zwischen Natur und Technik - Die Südgelände-Tour

Gegensätze machen das Leben spannend. Erleben Sie den faszinierenden Kontrast von historischen Bahnrelikten, urwüchsiger Natur und moderner Kunst – bei einem Streifzug durch den Natur-Park Südgelände. Ein Abenteuer für die ganze Familie!

Wegbeschreibung

Starten Sie Ihren Ausflug in die städtische Märchenlandschaft mit der S2 oder der S25, die Sie zum Bahnhof Priesterweg bringen. Verlassen Sie den Bahnsteig in Richtung Prellerweg und biegen Sie am Ende der Treppe gleich links ab. Schon stehen Sie direkt vor dem Eingang des Natur-Parks Südgelände. Das 18 Hektar große Gelände war einst Teil des Tempelhofer Rangierbahnhofs. Nachdem der Bahnbetrieb bis 1952 schrittweise stillgelegt wurde, entwickelte sich hier eine Naturoase, in der heute viele seltene Brutvögel, Wildbienen, Heuschrecken, Pflanzen und Pilze eine Heimat gefunden haben. Durchstreifen Sie diesen verwunschenen Ort und lassen Sie sich von der einzigartigen Verbindung von „Urwald“, Kunst und vergessener Technik verzaubern. Nachdem Sie einen kleinen Obolus entrichtet haben, können Sie durch den Eingangsbereich treten. Halten Sie sich zunächst rechts und gehen Sie bis zur Unterführung. Geradeaus sehen Sie schon den noch erhaltenen Teil der ehemaligen Lokomotivhalle (1). Davor, an der westlichen Seite des 4.000 Quadratmeter großen Gebäudes befindet sich eine Freilichtbühne (2). Zunächst geht es aber dem Weg folgend rechtsherum, um die Überreste des südlichen Teils und die gesamte Lokomotivhalle zu umrunden. Schwenken Sie am nördlichen Teil der Halle links ein und Sie erreichen das Wahrzeichen des Areals: den 50 Meter hohen Wasserturm (3). Im Café Paresüd (G), das sich in der Brückenmeisterei befindet, können Sie eine kurze Pause einlegen. Danach gehen Sie weiter bis zur über 70 Jahre alten Dampflok (4), einem der Herzstücke des Parks. Folgen Sie den Schienen und gelangen Sie nach wenigen Metern zur noch funktionsfähigen Drehscheibe. Von hier aus begeben Sie sich auf einen Rundgang durch das Naturschutzgebiet. Auf Stegen wandern Sie zwischen den Bäumen hindurch, an einem Baumhaus und dem ehemaligen Stellwerk vorbei bis zum nördlichen Teil des Geländes. An diesem Punkt haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihre Tour zu vollenden: Entweder Sie folgen dem Rundweg in Richtung Süden, der Sie über den Tälchenweg (5), an dem sich Graffitikünstler verewigen können, zurück zum Eingang führt. Oder Sie überqueren die Brücke am nördlichen Teil des Natur-Parks und betreten den Hans-Baluschek-Park (6). Folgen Sie dem Asphaltweg durch die schmale Grünanlage, die sich bei Skatern, Fahrradfahrern und Spaziergängern großer Beliebtheit erfreut. Nach ungefähr 1,5 Kilometern erreichen Sie den nördlichen Eingang des S-Bahnhofes Priesterweg und somit Ihr Ziel.


Stationen der Tour

  • Lokomotivhalle Platz für Ideen

    4.000 Quadratmeter ist sie groß, die...

    4.000 Quadratmeter ist sie groß, die denkmalgeschützte Lokomotivhalle im Natur-Park Südgelände. Viel Raum für frische Ideen also – und der wird genutzt!

    In dem großzügigen Innenraum, in dem früher Lokomotiven repariert wurden, gibt es eine kleine Ausstellung zum Natur-Park Schöneberger Südgelände und gelegentlich Veranstaltungen.

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  • Freilichtbühne Theater unter freiem Himmel

    In den Sommermonaten verwandelt sich die...

    In den Sommermonaten verwandelt sich die Freilichtbühne an der Westseite der Lokomotivhalle – im wahrsten Sinne des Wortes – in einen Schauplatz. Denn dann bezieht die Shakespeare Company Berlin hier ihr Quartier und präsentiert Stücke des englischen Dramatikers. S-Bahn-Abonnenten erhalten dienstags und donnerstags zwei Tickets zum Preis von einem.

    2
  • Wasserturm Rostrotes Wahrzeichen

    Inmitten des Natur-Parks reckt sich ein 50 Meter hoher...

    Inmitten des Natur-Parks reckt sich ein 50 Meter hoher Wasserturm zwischen den Bäumen in den Himmel, der früher Wasser für den Antrieb der Dampflokomotiven lieferte. Das stählerne Bauwerk ist das Wahrzeichen des Geländes und repräsentiert den Kontrast zwischen Natur und Technik.

    3
  • Alte Dampflok Koloss aus Stahl

    Zwischen den Bäumen ragt plötzlich ein...

    Zwischen den Bäumen ragt plötzlich ein schwarzer Koloss vor den Besuchern des Natur-Parks Südgelände auf: eine über 70 Jahre alte, ausrangierte Dampflok.

    Die Baureihe 50, aus der auch das Schöneberger Exemplar stammt, gilt als eine der gelungensten Konstruktionen der Reichsbahn und überzeugte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

    4
  • Der Tälchenweg Gleise und Graffiti

    Sprayen ganz legal – das geht von Montag bis...

    Sprayen ganz legal – das geht von Montag bis Samstag ab 15 Uhr bis zur Parkschließung entlang der Gleise im Tälchenweg des Südgeländes. Das Ergebnis sind zahlreiche bunte Kunstwerke, die sich ihren Betrachtern ständig neu präsentieren.

    5
  • Hans-Baluschek-Park Ein Park, vier Themen

    Spielen, picknicken, sonnenbaden, Sport treiben –...

    Spielen, picknicken, sonnenbaden, Sport treiben – all das verbinden wir mit einem Tag im Park. Im Hans-Baluschek-Park finden Erholungssuchende sogar einen eigens gestalteten Platz zu jeder einzelnen dieser vier Aktivitäten.

    Aber auch abseits der Plätze bietet das Areal am Rande des Natur-Parks Schöneberger Südgelände, das entlang eines 1,5 Kilometer langen Asphaltwegs verläuft, reichlich Platz für Entspannung und Bewegung.

    6

Unser Gastrotipp

  • Café Paresüd

    • Prellerweg 47-49
      12157 Berlin

    Von April bis Oktober gibt es hier am Wochenende und...

    Von April bis Oktober gibt es hier am Wochenende und feiertags von 11 bis 18 Uhr Kaffee, Kuchen und herzhafte Snacks. Sonntags kann man auch einen Brunch genießen.

    G

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