74 Millionen Euro werden in diesem Jahr ins Streckennetz investiert
29.01.2008
74 Millionen Euro fließen allein in diesem Jahr in das Streckennetz der S-Bahn Berlin. Zwar ist die Zeit der großen Lückenschlüsse vorbei, was sich beispielsweise bei so wichtigen S-Bahnhöfen wie Spandau und Hennigsdorf zeigt, die beide seit zehn Jahren wieder mit der S-Bahn erreichbar sind. Nun stehen die Weichen auf Erneuerung, wie S-Bahn Geschäftsführer Dr. Tobias Heinemann ankündigte. Im Fokus stehen dabei Gleisanlagen, Stellwerkstechnik und Brücken, die teilweise bis zu 80 Jahre alt sind und 2009 modernisiert werden.
Insgesamt möchte die Deutsche Bahn bis zum Jahr 2013 rund 360 Millionen Euro in das Netz ihrer Tochtergesellschaft, der S-Bahn Berlin, investieren. Wie Dr. Heinemann mitteilte, seien dies rund ein Drittel aller Infrastrukturmittel für den Regionalverkehr in den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Helge Schreinert, Leiter Produktion im Regionalbereich Ost der DB Netz, nannte als Investitionsschwerpunkte neben dem Umbau des Umsteigebahnhofs Ostkreuz die Sanierung von Eisenbahnüberführungen und Gleisanlagen auf der Linie S 1, u.a die Durcharbeitung der Gleise zwischen Frohnau und Gesundbrunnen und der Neubau der Brücke über die Krottnaurer Straße zwischen Schlachtensee und Nikolassee auf der S 7 zwischen Westkreuz und Grunewald werden die Gleise komplett erneuert.
Die Grunderneuerung der S 9 zwischen Baumschulenweg, Schöneweide und Königs Wusterhausen bzw. Flughafen Schönefeld wird planmäßig fortgesetzt. Bereits ab Ende April und Juni werden die S-Bahnen im Südosten wieder zuverlässig fahren. „Dann gehen die neuen Bahnsteige und Brücken in Baumschulenweg und Adlershof in Betrieb und ein Teil der baubedingten Langsamfahrstellen kann aufgehoben werden“, erklärte Jens Hebbe, Leiter Betriebsplanung der S-Bahn Berlin.
Auch die Umbauarbeiten am Ostkreuz gehen weiter. Voraussichtlich am Wochenende 28. bis 31. August wird die S 9-Kurve am Ostkreuz außer Betrieb gehen. Daher wird es ab dem 31. August ein angepasstes S-Bahn-Liniennetz und einen Fahrplanwechsel geben.
Des Weiteren ist die Verlängerung der S-Bahn bis zum neuen Großflughafen BBI in Schönefeld im Bauprogramm vorgesehen, die 2011 eröffnet werden soll.
Wie Helge Schreinert mitteilte, sei es auch denkbar, mit dem Bau der S 21 zu beginnen.
Damit würde eine S-Bahn-Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs aus Richtung Gesundbrunnen beziehungsweise Westhafen erfolgen. Durch den Neubau eines Tunnelhaltepunktes im Hauptbahnhof entstünde somit eine Möglichkeit, die Strecke bis Richtung Potsdamer Platz zu verlängern. Bis 2014 könnte dieses Vorhaben realisiert sein. Vorausgesetzt, es gibt eine Finanzierungszusage vom Land Berlin und dem Bund, der noch die Nutzen-Kosten-Untersuchung des Landes prüft.



