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Am S-Bahnhof Ostkreuz läuft die Bauvorbereitung auf Hochtouren

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23.01.2007

Den eigentlichen Umbau leitet der Neubau der Kynaststraßenbrücke ein


Derzeit laufen die im vergangenen Frühjahr begonnenen bauvorbereitenden Maßnahmen auf Hochtouren:

Das Fällen von Bäumen auf den künftigen Bauflächen in zwei Etappen im Frühjahr und Herbst 2006 ist jetzt abgeschlossen. Derzeit befindet sich die Nordkurve zwischen den S-Bahnhöfen Warschauer Straße und Frankfurter Allee im Rückbau. Ein Gleis ist weitgehend demontiert.

Ein Teil des Bahndamms und des Brückenbauwerks zur Überquerung der Wriezener Bahn im Bahnhofsbereich Ostkreuz ist abgetragen. Verschwunden ist die alte Bahnhofsbaracke am Ausgang Sonntagstraße. Einen umfangreichen Teil der bauvorbereitenden Arbeiten nimmt das für die Bauzeit erforderliche Umlegen kilometerlanger Kabel ein.

Eingerichtet wird ein „bauzeitlicher Bediencontainer“, um die S-Bahnanlagen während der Bauzeit zu steuern. Zu installieren ist eine Signaltechnik, um den Verkehr entsprechend der verschiedenen Bauzustände zu regeln.

Zur Bauvorbereitung gehört auch das Verschwenken der Fernbahngleise im südlichen Teil des Bahnhofs um ein weiteres Stück nach Süden. „Bis Mitte des Jahres werden die bauvorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen sein“, erklärte Sven Baer von der Projektleitung Ostkreuz der DB ProjektBau, die das Vorhaben plant, die Baudurchführung überwacht und leitet. „Derzeit beginnt die Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen für die Maßnahmen des eigentlichen Bahnhofumbaus.“

Der Zeithorizont des Umbauprojektes

Wie wird das Vorhaben ablaufen? „In etwa einem halben bis dreiviertel Jahr beginnen als erstes der Neubau der unteren Kynaststraße und der Kynaststraßenbrücke. Zunächst wird die alte abgerissen und die neue etwa 20 Meter weiter östlich neu aufgebaut. Das Ganze nimmt etwa ein Jahr in Anspruch. In dieser Zeit beginnt bereits der Abriss der Fernbahnbrücken parallel zum Ringbahnsteig der S-Bahn.“

Und so sehen die weiteren Etappen aus: Zunächst wird der neue Regionalbahnsteig auf dem Ring errichtet. Dann verlagert die S-Bahn ihren Ringverkehr für die Bauzeit dorthin, um ab etwa 2009 den alten Ringbahnsteig der S-Bahn abzureißen und neu aufzubauen – mit Hallendach.

Erst im Anschluss beginnt der Umbau der Ost-West-Ebene“, betont Sven Baer. Dort entstehen die jetzigen Linienbahnsteige als Richtungsbahnsteige neu – der jetzige LichLichtenberg- Bahnsteig (Bahnsteig D) nimmt den gesamten stadteinwärts führenden Verkehr aus Richtung Osten und Nordosten auf und der jetzige Erkner- Bahnsteig (Bahnsteig E) alle stadtauswärts fahrenden Züge. Erst östlich vom Bahnhof Ostkreuz trennen sich dann die Linien.

Zudem erhält auch diese Ebene einen Regionalbahnsteig, es entstehen Ein- und Ausgänge zu allen vier Stadtquadranten hin. Rolltreppen und Aufzüge machen allen Fahrgästen den Zugang zum Bahnhof möglich.

„Das Projekt ist auf 10 Jahre Bauzeit ausgelegt“, betont Sven Baer. „Das geht nicht schneller, weil der S-Bahnbetrieb aufrechterhalten werden muss und die Bauarbeiten weitgehend bei laufendem S-Bahnbetrieb durchzuführen sind. Taggenaue Daten lassen sich noch nicht nennen, diese hängen von den noch durchzuführenden Ausschreibungen und Bauverläufen ab.“

Auch einen Ersten Spatenstich für den offiziellen Baubeginn wird es noch geben, sagte Gabriele Schlott, Pressesprecherin DB Station&Service, auf einer Anwohnerversammlung am 17. Januar.

Text: MPJ
Foto: David Ullrich