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Am Ostkreuz beginnt neue Bauetappe

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Alte Eisenbahnbrücken werden ausgebaut, eine neue Fußgängerbrücke wird eingebaut. Dazu sind zeitweilig Einschränkungen bei der S-Bahn und im Regionalverkehr notwendig

10.09.2007

Ab dem 14. September 2007 werden am Ostkreuz die Brücken der Fernbahngleise auf der Ringbahn ausgebaut. Im Oktober wird eine Fußgängerbrücke errichtet, die die jetzige Fußgängerbrücke zwischen Sonntag- und Hauptstraße während der Bauzeit ersetzt. Mit diesen Arbeiten beginnt eine neue Etappe für den Umbau des größten Berliner Nahverkehrsknotenpunktes. Seit Februar 2006 wird am Ostkreuz gebaut, unter anderem mussten rund 80 Kilometer Kabel neu verlegt und ein Stellwerk gebaut werden, das den S-Bahnbetrieb während der Bauzeit sichert.

Vom 14. bis 22. September werden – überwiegend in den Nachtstunden – insgesamt 20 jeweils 14 bis 29 Tonnen schwere und zehn bis 15 Meter lange Brückenteile von vier Ringbahngleisen (Fernbahn- und ehemalige Anschlussgleise zu Glaswerk und Osthafen) ausgebaut. Dazu sind – vorwiegend in den Nachtstunden – Einschränkungen im S-Bahn- sowie im Regionalverkehr notwendig. Da auch die Verbindung zwischen dem Ostbahnhof und dem ICE-Werk Rummelsburg betroffen ist, werden einige ICE andere Abfahrts- oder Endbahnhöfe haben.

Dies wird auch Mitte Oktober notwendig, wenn eine neue Fußgängerbrücke errichtet wird, die die Bahnsteige D (Lichtenberg-Stadtbahn) und E (Erkner-Stadtbahn) mit den Ausgängen Sonntagsstraße und Hauptstraße verbinden wird. Diese Fußgängerbrücke ersetzt währen der Bauzeit die jetzige, aus den 20er Jahren stammende, die für den Umbau des Bahnhofs abgebrochen werden muss.

Umbau Bahnhof Ostkreuz

Seit Februar 2006 wird am Ostkreuz gebaut. Zunächst mussten umfangreiche bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt werden. Im kommenden Jahr werden die ersten Teile des neuen Ostkreuz errichtet. Bei laufendem Bahnbetrieb entsteht bis Mitte des kommenden Jahrzehntes ein moderner Knotenpunkt im S-Bahn- und Regionalverkehr. Die wichtigsten Verbesserungen mit dem neuen Bahnhof:

Mehr Komfort: Der Bahnhof wird mit zehn Aufzügen und 15 Fahrtreppen ausgestattet. Der Ringbahnsteig erhält eine Halle. Der Bahnhof wird u.a. mit den Aufzügen und einem Blindenleitsystem barrierefrei ausgestattet sein.

Besserer Anschluss: Künftig halten auch Regionalzüge am Ostkreuz. Einen Regionalbahnsteig gibt es sowohl auf der Ringbahn als auch auf der Stadtbahn. Auf der Ostbahn (Richtung Lichtenberg/Küstrin) ist optional ebenfalls ein Regionalbahnsteig geplant.

Einfachere Orientierung: Bei der S-Bahn wird zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz von „Linienbetrieb“ auf „Richtungsbetrieb“ umgestellt. Das heißt, vom erneuerten Bahnsteig „D“ fahren alle Züge stadteinwärts, vom erneuerten Bahnsteig „E“ alle Züge stadtauswärts.

Das Projekt in Zahlen:

Projektumfang:            Umgestaltung der Bahnanlagen zwischen Ostbahnhof und Rummelsburg
Streckenlänge:           15 Kilometer
Brückenneubauten:     elf
Investition:                  411 Millionen Euro
Bauzeit:                     2006-2016

Die wichtigsten Bauphasen:

2006-2009

Abgeschlossene bauvorbereitende Maßnahmen:

  • Freimachen der Baufelder (u.a. Gehölzrückschnitt, Abbau von Gartenlauben, ehemaligen Werkstattgebäuden, Abtragen der Straßenrampe Hauptstraße - Kynastbrücke, Abtragen eines Teils des Dammes der Nordringkurve)
  • Umverlegung von 80 Kilometern Kabeln für Signale, Telekommunikation und Energieversorgung)
  • Neubau eines Stellwerkes. Für den Umbau des Bahnhofs Ostkreuz sind zahlreiche bauzeitliche Zwischenzustände notwendig. Dazu müssen auch die signal- und sicherungstechnischen Anlagen jeweils angepasst werden. Damit dies nur mit jeweils kurzen Beeinträchtigungen des S-Bahnbetriebes erfolgen kann, wurde für die Bauzeit auf dem Bahnsteig D im Bahnhof Ostkreuz ein bauzeitliches elektromechanisches Stellwerk errichtet.

    Weitere bauvorbereitende Maßnahmen bis Mitte 2008:
  • Abbau der Brücken der Ringbahngleise (Fernbahn)
  • Bahnsteiganpassungen Bahnsteig D und E für neue, bauzeitliche Fußgängerbrücke. Aufbau Fußgängerbrücke.
  • Neubau von zwei unterirdischen Regenwasser-Rückhaltebecken mit 800 Kubikmetern Fassungsvermögen.
  • Im Stadtbezirk Lichtenberg werden 78 Straßenbäume gepflanzt. Dies ist eine Auflage des Landschaftspflegerischen Begleitplans des Planfeststellungsbeschlusses zum Ostkreuz.
  • Berlin baut die „untere Kynaststraße“ (die neue Verbindung zwischen Kynast- und Hauptstraße).

    Baumaßnahmen ab Mitte 2008 bis Ende 2009:
  • Abriss und Neubau der Straßenbrücke für die Kynaststraße
  • Abbruch der Brückenstützen der Ringbahngleise (Fernbahn)
  • Neubau der Ringbahnbrücken (Fernbahn) mit dem künftigen Regionalbahnsteig.
  • Anschwenkung der Ring-S-Bahngleise an den künftigen Regionalbahnsteig, der bauzeitlich als S-Bahnsteig dient.

    2010 – 2016
  • Neubau Ringbahnsteig der S-Bahn
  • Neubau der „Südringkurve“ für die S-Bahnlinie von der Stadtbahn nach Flughafen Schönefeld
  • Umbau der Stadtbahnstrecke zwischen Ostbahnhof und Nöldnerplatz/Rummelsburg in mehreren Etappen
  • Neubau des Regionalbahnsteigs auf der Strecke Berlin – Frankfurt (Oder)

Welche Auswirkungen haben die Bauarbeiten auf den S-Bahn- und Regionalverkehr?

Insgesamt gibt es in der Bauzeit über 50 verschiedene „Bauzustände“, das heißt mehr als 50 Mal müssen Gleise verschwenkt, die Signal- und Sicherungstechnik angepasst, Weichen ein- oder ausgebaut werden. Im Wesentlichen wird der Verkehr durchs Ostkreuz auch während der Bauzeit rollen können. Jedoch können nicht alle Arbeiten bei laufendem Betrieb ausgeführt werden. Deshalb sind gelegentlich kurze Betriebseinschränkungen nachts und an den Wochenenden bei S-Bahn und Regionalverkehr notwendig.

Zudem wird es während der Bauzeit folgende Änderungen bei den S-Bahnlinen S 3 (Ostbahnhof – Erkner) und S 9 (Spandau – Flughafen Schönefeld) geben.

S-Bahnlinie S 9:

Nach der Inbetriebnahme des provisorischen S-Bahnsteiges auf der Ringbahn Ende 2009 kann die „Südringkurve“ zwischen den Stationen Warschauer Straße und Treptower Park nicht mehr befahren werden. Dann beginnt der Neubau dieser Kurve. Vom Flughafen Schönefeld fährt die S-Bahn dann unverändert von Schönefeld bis Ostkreuz und von dort weiter Richtung Bornholmer Straße. Zwischen Spandau und Ostkreuz ersetzt die S 75 die S 9, im Tagesverkehr im 10-Minuten-Takt. Nach Fertigstellung des Bahnhofs Ostkreuz wird die S-Bahn wieder über die Südringkurve von der Stadtbahn Richtung Schönefeld fahren.

S-Bahnlinie S 3:

Für den Umbau der S-Bahngleise zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz muss ab 2011 die S-Bahnverbindung Ostbahnhof – Erkner verkürzt werden. Die Bahnen fahren für gut zwei Jahre nur zwischen Erkner und Ostkreuz. Da die Linien S 5, S 7 und S 75 jeweils im Zehn-Minuten-Takt über die Stadtbahn bis Charlottenburg/Westkreuz fahren, besteht am Ostkreuz alle drei bis vier Minuten Anschluss Richtung Innenstadt.

 

Herausgeber: Deutsche Bahn AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher/
Leiter Unternehmenskommunikation
Oliver Schumacher