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Am Ring geht es im Frühsommer 2008 weiter

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Am Bahnhof Ostkreuz wird gebaut

20 Brückenteile der alten Fernbahngleise sind ausgehoben

27.09.2007

In der Nacht zum 20. September hob der Kran den 20. und letzten Brückenteil des ehemaligen Ringfernbahnbrückenzugs parallel zum S-Bahnsteig F am Bahnhof Ostkreuz aus – damit ist der erste Abschnitt vollzogen, um den neuen Regionalbahnsteig am Ring zu errichten.

Zunächst entfernte der Kran südlich der Ost-West-Bahnverbindung in zwei Phasen acht Überbauten. In der zweiten Etappe kam er zwischen den Gleisen zum Einsatz und hob vier Brückenteile über die Kynaststraßenbrücke hinweg aus, vom nördlichen Standpunkt aus die restlichen acht Teile. Sie waren zwischen 10und 15 Metern lang und jeweils 14 bis 29 Tonnen schwer.

Die „Wandscheiben“ und Widerlager, auf denen die Überbauten lagern, bleiben vorläufig stehen. Deren Abriss wird mit dem Vergabepaket für den Neubau des Regionalbahnsteigs erfolgen. „Dazu muss aber erst die Kynaststraßenbrücke verschwinden“, erklärt Mario Wand, Projektleiter Ostkreuz der DB Projektbau. „Das Land Berlin will zunächst die untere Kynaststraße fertigstellen, sie an die Hauptstraße südlich des Bahnhofs anbinden. Der Senat hat die Auflage erteilt, dass von der Halbinsel Stralau zwei Straßenverbindungen gewahrt sein müssen, die Straße Alt-Stralau reicht nicht aus. Bis Juni 2008 soll das abgeschlossen sein, dann legen wir mit dem Bau des Regionalbahnsteigs los.“              

 

Der Regionalbahnsteig oben: Der erste Neubau am Ostkreuz

Zunächst wird das Bauwerk auf den provisorischen S-Bahnverkehr ausgerichtet

Ostkreuz Riss

  • 1 Künftige Kynaststraßenbrücke
  • 2 Künftiger Regionalbahnsteig Ring (mit Halle)
  • 3 Künftige Ringbahnhalle der S-Bahn, ersetzt heutigen Bahnsteig F
  • 4 Westlicher Teil der künftigen Stadtbahnsteige S-Bahn und Regionalbahn
  • 5 Fußgängerbrückeschließt westlichin alter Lage ab
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Der „Regionalbahnsteig oben“, so die Arbeitsbezeichnung, wird als erster Neubau am Bahnhof Ostkreuz etwa ab Juli 2008 parallel zum Ring-S-Bahnsteig auf der bisherigen Fläche der Fernbahn und der Kynaststraßenbrücke errichtet, die ein Stück weiter östlich neu entsteht.

Der Regionalbahnsteig wird ab Ende 2009 für die Bauzeit des neuen S-Bahnsteigs F (geplant bis 2012) den S-Bahn-Ringverkehr aufnehmen. Daher wird dieser vorübergehend in der Höhe um etwa 20 Zentimeter aufgestockt, weil der Bahnsteig für Regionalzüge niedriger ist.

Wartehäuschen sollen Schutz vor Wind und Regen bieten. Neben Treppen erhält der Bahnsteig auch Aufzüge; aber erst, wenn die neuen Anlagen auf der Stadtbahnebene errichtet sind (Bahnsteige sowie Eingangsbereiche Nord und Süd). Für den Regionalverkehr wird es voraussichtlich zunächst kein Hallendach geben. Aber die Anlage wird so gebaut, dass die Nachrüstung ohne zusätzliche Aufwendungen am Tragwerk erfolgen kann. „Letzten Endes hängt das von den Ländern als Besteller des Regionalverkehrs ab“, so Projektleiter Mario Wand, DB Projektbau.

Die östliche Wand der S-Bahnhalle muss dann verschlossen werden, denkbar sind Glasflächen. Im Untergeschoss des Regionalbahnsteigs wird der Übergang zur S-Bahn und zum unteren Regionalbahnsteig möglich sein. Zugleich gibt es Verbindungen zu den künftig vier Ausgängen in alle Stadtquartiere.

Am Nord- und Südende der Ringbahnsteige werden durchgehende Unterführungen die Verbindung zwischen Ost und West herstellen. Der alte Bahnhof besitzt nur die Ausgänge in Richtung Nordwesten und Südwesten.

Text: Michael-Peter Jachmann, Foto David Ullrich