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Richard Brademanns Ostkreuz-Architektur

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Neubau der Fußgängerbrücke fast im Originalzustand

17.10.2007

Der Bahnhof Ostkreuz wird 2016 kaum wiederzuerkennen sein. Einzig die denkmalgeschützte Fußgängerbrücke über die Ost-West-Gleise hinweg bleibt von den jetzigen Bauten übrig. Mario Wand, Projektleiter Ostkreuz der DB Projektbau, erklärt: „Nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg und dem teilweisen Wiederaufbau präsentiert sich die Brücke heute nicht mehr im ursprünglichen Zustand. So wurde der gesamte südliche Teil einschließlich der Abgänge zum Bahnsteig E sowie zur Hauptstraße nicht originalgetreu wiederhergestellt.

Wir stehen vor zwei Aufgaben: Nach ihrem Abriss soll die Brücke unter Verwendung der noch verwertbaren Teile so aufgebaut werden, wie sie in den 1920er Jahren aussah. Weil es damals noch keinen Regionalbahnsteig gab, deshalb ist ein zusätzlicher Abgang nötig. Außerdem erfordert der Neubau der S-Bahnsteige D und E geänderte Stützenabstände.“

Die Fußgängerbrücke und die Bahnhofsflachbauten hat Reichsbahnarchitekt Richard Brademann (1884-1965) entworfen. Sie wurde 1923 errichtet und 1926 mit Dach und Fenstern ergänzt. Der Volksmund nannte sie „Rennbahn“ – denn hier hetzten auf Grund der vielen Züge die Menschen ständig hin und her.

Text: Michael-Peter Jachmann, Grafik: DB