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S 3 ersetzt längere Zeit die S 9 auf der Stadtbahn

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Ab September fährt die S 9 nicht mehr durch die Südkurve am Ostkreuz

04.06.2009

Wenn Ende August die Bauarbeiten am Ostkreuz soweit fortgeschritten sind, dass die Südkurve abgebaut wird, dann wird zeitweilig einiges neu geordnet im S-Bahn-Verkehr um die Riesenbaustelle. Dazu ein Gespräch mit Felix Pohl, Leiter Bestellermarketing und Dr. Torsten Funke, Verkehrsplaner der S-Bahn Berlin.

Felix Pohl
Dr. Torsten Funke

 

 
Die S 9 und die S 75 ergänzen sich auf der Stadtbahn zum 10-Minuten-Takt Richtung Spandau. Wie wird das ausgeglichen, wenn die Südkurve ab September abgebaut wird und die S 9 nicht mehr über die Stadtbahn fahren kann?

Felix Pohl: Zunächst hatten wir geplant, die S 75 im 10-Minuten-Takt nach Spandau fahren zu lassen. Erhebungen und verkehrliche Untersuchungen ergeben jedoch, dass es bei der S 75 weit weniger Fahrgäste gibt, die über die Stadtbahn hinaus Richtung Spandau weiterfahren, als bei der S 3. Deshalb haben wir in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entschieden, die S 3 alle 20 Minuten bis Spandau durchzubinden. Das heißt: Nutzer der S 3, die bisher am Ostbahnhof in den Spandauer Zug umsteigen mussten, können nun in jedem zweiten Zug sitzen bleiben.

Wie lange bleibt den S 3-Nutzer dieser komfortable Zustand erhalten?

Dr. Torsten Funke: Zunächst für etwa eineinhalb Jahre. Dann werden die Richtungsbahnsteige am Ostkreuz gebaut, die Schienenwege komplett neu sortiert und die S 3-Nutzer müssen am Ostkreuz in die S 5, S 7 oder S 75 umsteigen, um in die City zu gelangen. Das ist baubedingt leider nicht anders zu lösen.

Und danach?

Felix Pohl: Wenn die Bauarbeiten am Ostkreuz ihrem Ende zugehen, soll die S 3 in Abstimmung mit der Senatsverwaltung über die Stadtbahn durchgebunden werden.

Wie fährt bis dahin die S 9?

Dr. Torsten Funke: Sie fährt ab September zusätzlich zur S 8 und S 85 über den Ostring bis Blankenburg. Damit bieten wir jenen Fahrgästen oder auch Fluggästen eine umsteigefreie Verbindung in den Nordosten oder Norden der Stadt.

Was empfehlen Sie den Fahrgästen, die bisher die S 9 in die Innenstadt genutzt haben?

Felix Pohl: Eine Möglichkeit ist, bis Ostkreuz zu fahren und umzusteigen, doch hier gibt es während der Bauarbeiten weder Aufzüge noch Fahrtreppen. Deshalb wird die S 45 von Schönefeld über Hermannstraße hinaus bis zum modernen und behindertengerechten Bahnhof Südkreuz verlängert. Wir empfehlen also vor allem mobilitätseingeschränkten Fahrgästen oder Reisenden mit Gepäck, mit der S 45 bis Südkreuz zu fahren und von hier mit der S 2, S 25 oder dem Regionalzug in die Innenstadt. Das ist ein deutlich komfortablerer und auch nicht längerer Weg aus dem Südosten in die City.

Dr. Torsten Funke: Nach Ende der Bauarbeiten am Ostkreuz wird der S-Bahnverkehr im Wesentlichen wieder so geregelt sein wie heute. Nur den Bahnsteig A gibt es nicht mehr. Die Züge der S 9 fahren dann ohne Halt über die neue Südkurve des Bahnhofs Ostkreuz zum Bahnhof Warschauer Straße.

Verändertes S-Bahn-Netz ab 31. August 2009

 

Grafik: Detlef Speier