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18.5.2011

Deutsche Bahn - DB Netz AG informiert

Der Balanceakt zwischen Kompromiss und Gesetz
DB Station&Service AG sichert den Bahnsteigzugang am Ostkreuz trotz Großbaustelle

Petra Markmann vermittelt zwischen Bauherren und Baufirmen.

Eigentlich sind die Inhalte von „Kompromiss“ und „Gesetz“ wie Feuer und Wasser. Wo das eine nach Ausgleich, Übereinkunft und Zugeständnis sucht, ist das Andere ein unabdingbares Diktat, lässt nur wenig Gestaltungsspielraum zu.

Und so hat Petra Markmann einen permanenten Balanceakt zwischen dem raschen Baufortschritt am Ostkreuz und dem Gesetz der „Verkehrssicherungspflicht“ zu absolvieren.

Beides – fahren und bauen – liegt im Interesse der Bahn und deren Kunden. Doch wie soll man so festgefügte Bestimmungen wie die definierte Einstiegshöhe in den Zug oder die verkehrssichere Bahnsteigkante garantieren, wenn hinten abgerissen und vorn schon neu gebaut wird?

Wo ist der sichere, gesetzeskonforme und dennoch nicht baubremsende Mittelweg? Den zu finden und den S-Bahnfahrgästen dennoch einen verfügbaren, wenn auch mit vielen Einschränkungen verbundenen Bahnhof anzubieten, ist auf der Großbaustelle Ostkreuz die Aufgabe der DB Station&Service AG und im Speziellen von Petra Markmann.

Ändern sich in einer neuen Bauphase wieder einmal die Wege für die Fahrgäste und neue Wegweiser sind erforderlich, sorgt sie dafür. Müssen die wenigen verbliebenen Verkaufskioske baubedingt umziehen, koordiniert sie diese Maßnahme in Zusammenarbeit mit der Vermietung. Ist irgendwo die Beleuchtung ausgefallen, bestellt sie die notwendigen Dienstleister.

Alle sind an raschem Fortschritt interessiert

In den Beratungen mit der Projektleitung ist sie ohnehin Dauergast. „Nun ist es allerdings keineswegs so, dass es ständig mit den Baufirmen Kontroversen gibt. Im Gegenteil: Alle sind daran interessiert, ihre Aufgaben möglichst rasch und störungsarm zu erfüllen. Da geht man logischerweise aufeinander zu, um Probleme rasch zu lösen. Der kurze Dienstweg ist dann sehr hilfreich und unterstützt das operative Geschäft“, erklärt die Ingenieurin.

„Wenn mich der Bauleiter fragt, ob wir z.B. 10 Minuten lang den Bahnsteigzugang von der Hauptstraße zum Ringbahnsteig für eine Krandurchfahrt sperren können, dann muss das eben schnell, auch ohne Papierkram, möglich sein. Es wird somit eine sichere Krandurchfahrt auf die Baustelle garantiert und den wartenden Kunden werden schnell Alternativen der Bahnsteigzugänglichkeit aufgezeigt.“

Leicht wird das manchmal trotzdem nicht bei einer täglichen Fahrgastfrequenz von ca. 185 700 Ein-, Um- und Aussteigern an diesem Bahnhof. „Klar, jeder hat es heute eilig. Doch wir stellen immer wieder fest, wie verständnisvoll und interessiert die Kunden an dieser Großbaustelle sind, wenn sie eine Maßnahme verstehen.“ Also unternimmt die DB Station &Service AG alles Mögliche, um den Fahrgästen den eher chaotisch wirkenden Bahnhof in einem vorrangig verkehrssicheren Zustand zur Verfügung zu stellen – von der ausreichenden Beleuchtung bis hin zum geschützten Warten.

Tägliche Herausfordungen lösen

Alle 135 reinen S-Bahnhöfe gehören zum Arbeitsbereich von Petra Markmann. Wenn – wie geplant – zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 auf dem Ringbahnsteig der erste Regionalzug hält, dann entlässt sie das Ostkreuz, der dann als „Regionalbahnhof“ gilt, aus ihrer Verantwortung. Wird sie ihm nachtrauern? „Na klar. Die komplizierten Kinder liebt man besonders, aber sie verursachen eben auch zusätzliche Probleme, welche als tagtägliche Herausforderungen im Interesse der Fahrgäste zu lösen sind“ antwortet sie und – ist schon auf dem Weg zur nächsten „Verkehrssicherungspflichtkontrolle“ am Ostkreuz.

 

Information

Ostkreuz Infopunkt

OK-Telefon (030) 2971 2973
Infopunkt Ostkreuz: geöffnet jeden Dienstag 14-19 Uhr
Deutsche Bahn - Ostkreuz

Führung der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn lädt wieder zu zwei Führungen über die Baustelle Ostkreuz ein.
Termin: Sonnabend, 28. Mai 2011, um 10 Uhr.
Information und Anmeldung am o.g. Ostkreuz-Telefon

Foto: David Ulrich