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06.06.2017

Zwei Städte – eine Leidenschaft für die S-Bahn

Doppeltaufe: Züge heißen nun "Hennigsdorf" und "Velten"


Da staunten die Fahrgäste, die mit der S25 am 31. Mai um 16.07 Uhr in Hennigsdorf ankamen. Auf dem Bahnhof wurden sie von Percussion-Musik und Gesang des Hoforchesters Oranienburg, einer fröhlichen Menschentraube sowie mit einem herzlichen Willkommen begrüßt. Der Grund des Empfangs: Der gerade eingefahrene S-Bahn-Zug (Zugnr. 481 432) erhielt an diesem sonnigen Tag feierlich den Namen der Stadt „Velten“. 20 Minuten später, den Takt auf dem Außenast einhaltend, war der nächste Zug an der Reihe und wurde auf den Städtenamen „Hennigsdorf“ (Zugnr. 481 473) getauft.

Zur Doppeltaufe waren,  Egbert Neumann, Leiter der Abteilung Verkehr im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, die Bürgermeisterin von Velten, Ines Hübner, und der Bürgermeister von Hennigsdorf, Andreas Schulz sowie Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin auf dem Bahnsteig.

 

Der Wunsch nach einer S-Bahn-Verbindung bis Velten

„Fährt die S-Bahn jetzt bis Velten?“, werden sich einige zufällig dazu gekommene Gäste wohl beim ersten feierlichen Akt gefragt haben. Die Antwort lautete zwar „nein“, aber die Ofenstädter sehen es trotzdem als wichtiges Symbol, dass nun ein Zug mit ihrem Stadtnamen im Netz unterwegs ist. Unter Applaus versprach die Bürgermeisterin dann auch, „alles dafür zu tun, dass die S-Bahn wieder bis nach Velten fährt“.

Der Vertreter aus dem Ministerium, Egbert Neumann, konnte aber noch nichts versprechen. Derzeit laufen Korridoruntersuchungen, mit denen das Land Brandenburg das Ausbaupotenzial der Stadt-Umland-Verkehre nach Berlin untersucht.

Ein erster Entwurf soll noch im Sommer vorliegen. Immerhin konnte er einen Fördermittelbescheid über 240.000 Euro für weitere Stellplätze am Regionalbahnhof Velten übergeben, die auch Fahrgastzuwächsen zugute kämen. Nach diesen guten Neuigkeiten wurde der rote Stoff vom Namenszug entfernt und der Triebwagen mit „Veltener Grappa“ begossen.

 

Wie gut ein S-Bahn-Anschluss eine Gemeinde anbindet, wurde bei der 2. Taufe deutlich

„Über 10.000 Fahrgäste sind täglich auf dem nördlichen Abschnitt der Linie S25 unterwegs. Mit rund einer halben Stunde Fahrzeit von Hennigsdorf in die Berliner City ist die Verbindung eine unschlagbare Alternative zum Dauerstau im Berufsverkehr auf der Autobahn A111“, erklärte S-Bahn-Chef Buchner.

Auch Hennigsdorfs Bürgermeister, der an den Lückenschluss im Dezember 1998 erinnerte, präsentierte Zahlen. So würden werktags 7 900 Fahrgäste nach Hennigsdorf und 7 200 nach Berlin pendeln. „Die direkte Anbindung ist die Lebensader der Stadt“, erklärte er. Doch müsse seine Stadt nicht Endhaltepunkt der S25 bleiben: „Wir unterstützen Velten.“ Nachdem dann auch der Schriftzug „Hennigsdorf“ samt Stadtwappen im oberen Bereiche des Führerstands enthüllt und mit Sekt begossen war, genossen viele Besucher ein Stück der Torte, die Velten und Hennigsdorf bereits per Gleis miteinander verband.

 


Weitere Infos

Bahnhof Hennigsdorf

www.hennigsdorf.de

www.velten.de

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Foto: Santiago Engelhardt
Text: Claudia Braun