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Welt-Aids-Tag - Solidarität kommt aus „unserer Mitte“

Rote-Schleifen-Zug zum Welt-Aids-Tag auf den Namen „Mitte“ getauft

Bahnchef Grube und Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit unterstützen ehrenamtliches Engagement

 

Toleranz und Akzeptanz für Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, gehören in die Mitte der Gesellschaft. Um dieser Botschaft zum Welt- Aids-Tag am 1. Dezember Ausdruck zu verleihen, schickte die S-Bahn Berlin bereits zum 27. Mal den Rote-Schleifen- Zug auf die Schiene. Diesen Anlass verband das Unternehmen mit einer weiteren Zugtaufe.

Der geschmückte Sonderzug (Zugnr. 481 220) erhielt passenderweise den Namen des Berliner Bezirks Mitte. Zu den prominenten Taufpaten und Mitstreitern der Aktion gehörten an der Seite von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit unter anderem auch Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube und S-Bahn-Geschäftsführer Peter Buchner.

 

Aufklärungsarbeit und Solidarität

Dr. Rüdiger Grube erinnerte daran, dass es der Initiative von S-Bahn-Mitarbeitern zu verdanken ist, dass der Rote-Schleifen-Zug einmal jährlich im Netz der S-Bahn fährt, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. „Aufklärungsarbeit und Solidarität sind noch immer bitter nötig, um die Ausgrenzung der vom HI-Virus betroffenen Menschen zu verhindern. Gemeinsam mit unseren Fahrgästen und Mitarbeitern wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass dieses Tabu endgültig gebrochen wird“, so der Bahn-Chef. Peter Buchner erklärte: „Einsteigen, informieren, spenden, und Teil einer großen solidarischen Gemeinschaft sein – dies ist Sinn und Zweck des Rote-Schleifen-Zuges. Damit können wir gemeinsam viel transportieren.“


 

Der scheidende Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sagte, es sei ihm ein wichtiges Anliegen, die Aktion zu unterstützen und rief dazu auf, „betroffenen Mitmenschen jederzeit unvoreingenommen und mit Offenheit zu begegnen.“ Susanne Henkel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin- Brandenburg (VBB) lobte, dass die Aufklärung ohne „erhobenen Zeigefinger oder Moralpredigt“ stattfinde.

 

Begrüßung der Verknüpfung von Zugtaufe und Weltaidstag

Bevor der geschmückte Zug auf seine Mission geschickt wurde, erhielt er besagte Taufe im S-Bahnhof Potsdamer Platz. „Wir freuen uns wie Bolle, dass im 90. Jubiläumsjahr der S-Bahn auch ein Zug mit dem Namen unseres Bezirks fährt“, erklärte Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Mitte, der auch die Verknüpfung von Bezirksnamen und Anliegen begrüßte.

 

Nachdem der Taufspruch – „Allzeit gute Fahrt in Rot-Gelb an 750 Volt“ – aufgesagt und die Torte angeschnitten waren, ging es auf große Spendenrundfahrt. Im Führerstand machte Klaus Wowereit mit fachkundiger Unterstützung eine gute Figur. Der Rote-Schleifen-Zug wird künftig öfter im S-Bahn-Netz zu sehen sein: Auf Vorschlag von Ute Hiller, Geschäftsführerin der Berliner Aids- Hilfe, sollten die Symbole der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS- Kranken länger als einen Tag die Front zieren. „Das machen wir!“, versprach Peter Buchner kurzerhand.

 

Foto: Christiane Flechtner
Text: Claudia Braun