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Tipps gegen Langfinger

Die Bundespolizeidirektion Berlin stellt die in der Hauptstadt gängigen Tricks der Diebe dar und gibt Tipps, wie Fahrgäste den Tätern, die meist in Teams arbeiten, nicht auf den Leim gehen.

Bundespolizei Berlin
Für Fragen, Hinweise und Hilfe:

Tipps zum Schutz vor Taschendieben

  • Nehmen Sie nur soviel Bargeld mit, wie Sie benötigen. Bewahren Sie niemals EC-Karte und persönliche Pin-Nummer zusammen auf!
  • Führen Sie Geld, Papiere, Kreditkarten und andere Wertsachen dicht am Körper. Benutzen Sie dazu verschlossene Innentaschen!
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen mit dem Verschluss zum Körper und vor dem Bauch!
  • Lassen Sie ihr Gepäck und sonstige Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt!
  • Seien Sie sensibel und achtsam, wenn Sie angerempelt werden und ihre Kleidung scheinbar unbeabsichtigt beschmutzt wird!

Die bekanntesten Tricks:

Das Handy entreißen

Die Täter nutzen es aus, dass der Reisende sich während der Fahrt mit seinem Handy beschäftigt. Schnell erkennen sie, ob es sich bei dem Modell um ein hochwertiges Smartphone handelt.

Wenn der Zug stoppt, begeben sich die Täter in die Nähe des Reisenden, kurz vor dem Schließen der Tür entreißen sie überraschend das Handy und verlassen den Zug.

Der Rolltreppen-Trick

Die Rolltreppe wird durch die Nothilfeeinrichtung zum Stehen gebracht. Im daraus resultierenden Gedränge wird das Opfer angerempelt oder bedrängt. Während des Durcheinanders entwendet der sogenannte „Zieher“ die Wertsachen der ahnungslosen Opfer. Die Täter sind meistens auf Geld aus.

Der Rempel-Trick

Das Opfer wird angerempelt oder bedrängt. Der Komplize bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer auf den Komplizen aufläuft und dadurch abgelenkt wird, entwendet der „Zieher“ die Wertsachen des Ahnungslosen.

Bevorzugte Tatorte sind die öffentlichen Verkehrsmittel, aber auch Ein- und Ausgangsbereiche von öffentlichen Gebäuden, Fahrstühle und Drehtüren.

Der Drängel-Trick

In stark frequentierten Bussen und Bahnen sowie auch in Geschäften rückt der Taschendieb unangenehm dicht an das Opfer heran.

Der Dieb drängelt so lange, bis das Opfer verärgert seinen Rücken zuwendet und sich die mitgeführte Hand- oder Umhängetasche quasi „griffbereit“ dem Täter darbietet

Der Nachtschwärmer-Trick

Taschendiebe nutzen den tiefen Schlaf übermüdeter oder auch angetrunkener Nachtschwärmer aus. Sie suchen in öffentlichen Verkehrsmitteln gezielt diese Fahrgäste aus, um sie auf der Fahrt von der Disco oder von anderen Veranstaltungen nach Hause zu bestehlen.

Der Schlitzer-Trick

Der Taschendieb sucht Fahrgäste, die ihre Geldbörse in der hinteren Hosentasche mitführen. Mit einem scharfen Gegenstand, etwa einer Rasierklinge, schlitzt er die Gesäßtasche auf. Abgedeckt – beispielsweise durch seine Jacke – fängt der Dieb die herausfallende Geldbörse auf und flüchtet.

Der Beschmutzer-Trick

Insbesondere nach Geldabhebungen wird die Oberbekleidung vom Opfer unbemerkt mit einer Flüssigkeit wie Senf oder Ketchup beschmutzt.

Der Täter und seine Komplizen zeigen sich "hilfsbereit". Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das zuvor abgehobene Geld.

Der Stadtplan-Trick

Der Taschendieb spricht sein potentielles Opfer an, zeigt sich ortsunkundig und fragt unter Vorhaltung eines Stadtplans nach dem Weg.

Während das Opfer die Karte in die Hand nimmt und sich orientiert öffnet der Taschendieb unbemerkt die Hand- oder Bauchtasche

Der Geldwechsel-Trick

Der Taschendieb bittet das Opfer Geldscheine in Münzen zu wechseln. Sobald das Opfer nach dem passenden Geldstück im Münzfach sucht, lenkt der Taschendieb das Opfer ab, indem er selber mit seinen Fingern im Münzfach wühlt, so dass sich unbemerkt Banknoten aus dem Geldscheinfach herausziehen lassen.

Der Taschenträger – Trick

Taschendiebe spähen Personen z.B. vor Warenhäusern oder auf Bahnhöfen aus. Ein Täter zeigt sich hilfsbereit und bietet seine Hilfe an, indem er die Reisetasche in den Zug trägt.

Während der Taschenträger voraus eilt oder im Einstiegsbereich eines Zuges einen künstlichen Stau provoziert, stielt der Mittäter die mitgeführten Wertgegenstände aus der Umhänge- oder Handtasche des Opfers

Der Klopfer – Trick

Taschendiebe gehen den Bahnsteig bei haltenden Zügen ab. Der Komplize geht parallel in den Zügen und schaut nach geeigneten Opfern.

Der Täter außerhalb des Zuges klopft bei dem Opfer an die Scheibe und bittet offensichtlich um Auskunftshilfe. Die Abgelenktheit nutzt der Komplize und entwendet die abgelegten Wertsachen.


Aus punkt3 23/2013 und http://www.bundespolizei.de