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7. Februar 02

Pressemitteilung

Neues Bahnhofsmanagement bringt Imagegewinn für Berliner S-Bahn

Zahlreiche Bahnhöfe erhalten Verschönerungskur - Positive Bilanz nach einem Jahr

 

Kundenzufriedenheitsuntersuchungen bestätigen den positiven Trend: Atmosphäre und Sauberkeit auf den S-Bahnhöfen haben sich deutlich verbessert. Auch hat sich die Beurteilung von Beleuch-tung / Helligkeit, Einkaufsmöglichkeiten im Bahnhof und die Fahrgastinformation gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt. Das ist das Ergebnis repräsentativer Befragungen, die seit 1996 regelmäßig durchgeführt werden.

Mehr Flexibilität und Schnelligkeit

Wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung hat das erst vor einem Jahr ins Leben gerufene Bahnhofsmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Im Rahmen einer Geschäftsbesorgungsvereinbarung mit dem Eigentümer DB Station & Service wurden 136 reine S-Bahnhöfe in unsere Obhut übernommen, um im Interesse des Fahrgastes die Instandhaltung schneller und kosteneffizienter ausführen zu können”, erklärt Gerd Jacob, Leiter Infrastrukturmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Dies reicht von regelmäßiger Reinigung der Bahnhöfe, über Reparaturen und die Beseitigung von Störungen an Fahrtreppen und Aufzügen, bis zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.” Dafür stehen 16 Mitarbeiter zur Verfügung, die durch ein 40-köpfiges Handwerkerteam der Hauptwerkstatt Schöneweide unterstützt werden. Dieses ist kurzfristig vor Ort einsetzbar.

Für die Erfüllung der Aufgaben erhält die S-Bahn Berlin GmbH als Geschäftsbesorger jährlich rund 14,2 Millionen Euro vom Eigentümer der Anlagen, der DB Station&Service AG. Aus diesem Budget werden ca. 3,8 Millionen Euro für die Sicherheits- und Ordnungsdienste aufgewandt, Jährlich 5,8 Millionen kostet die Instandhaltung der Bahnhöfe. Darüber hinaus investiert die S-Bahn Berlin GmbH für 2001/2002 weitere 5,4 Millionen Euro in die Verbesserung des Erscheinungsbildes von Bahnhöfen, die denkmalgerechte Herrichtung und die Erneuerung von Bahnsteigbelägen samt Blindenleitstreifen. 4,6 Millionen Euro fließen in die Reinigung und die Beseitigung von Schmierereien – Tendenz weiter steigend. Für die Bewältigung des gesamtgesellschaftlichen Vandalismusproblems benötigt die S-Bahn Berlin GmbH mehr denn je die Unterstützung der Kommunen und Ordnungsbehörden.

Behutsame Modernisierung vorhandener Bausubstanz

Die Erhaltung und Weiterentwicklung vorhandener Bahnhofssubstanz konnte im vergangenen Jahr 2001 auf den Bahnhöfen Marzahn, Springpfuhl, Mahlsdorf, Strausberg, Nikolassee und Waid-mannslust voran getrieben werden. Neue Bahnsteigbeläge und ein Blindenleitstreifen sorgen für erhöhte Sicherheit. In Nikolassee wurde ein Gewächshauszugang originalgetreu restauriert und in Waidmannslust das Zugangsbauwerk annährend in den Ursprungszustand zurück versetzt. Der Einbau eines Aufzuges wird in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die Beendigung der Innensanierung des S-Bahnhofs Hohen Neuendorf verschiebt sich wegen mehrfacher Vandalismusschäden auf das Frühjahr 2002.

Bestandteil der Arbeit des Bahnhofsmanagements ist die Bereitstellung, Wartung und Reinigung neuer Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen. Bislang wurden 41 Anlagen mit 3616 Stellplätzen von der S-Bahn Berlin GmbH erbaut. Die Kommunen mussten lediglich die dafür erforderlichen Flächen kostenfrei zur Verfügung stellen. Im Jahr 2002 kommen rund 25 weitere Anlagen mit 1500 Stellplätzen hinzu. Zur besseren Vernetzung der Verkehrsträger hat die S-Bahn Berlin GmbH diese kommunale Aufgabe freiwillig übernommen. Dennoch ist Gerd Jacob unzufrieden: “Wenn wir, insbesondere im Umland, mehr Menschen auf die Schiene bekommen wollen, brauchen wir bessere Park&Ride – Angebote. Im eigenen Interesse sollten die Kommunen handeln!”

Maßnahmepaket 2002

Auch im Jahr 2002 sind die Pläne und Projekte des Bahnhofsmanagements ehrgeizig. Ergänzend zu den Großbauprojekten, die von der DB Projekt Verkehrsbau bzw. DB Station & Service realisiert werden (z.B. Lehrter Bahnhof, unterirdischer Bahnhof Friedrichstraße, Papestraße, Gesundbrunnen), sind folgende Arbeiten geplant:

- Erneuerung der Unterdecke und Beleuchtung des Bahnsteigs Oranien-burger Straße
- Erneuerung Bahnsteigbelag und Einbau Blindenleitsystem Botanischer Garten
- Erneuerung Bahnsteigdächer Lichterfelde West, Marzahn und Spring-pfuhl
- Erneuerung Entwässerungsleitungen in Botanischer Garten und Sund-gauer Str.
- Wiedereröffnung des südlichen Zugang Waidmannslust (Baubeginn 2002 abhängig
  von ausstehender Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes)
- Erneuerung der Wandfliesen in Nikolassee (Tunnel zum Empfangsgebäude)
- Erneuerung von Fliesen und Beleuchtung im Zugangsbereich Humboldthain
- Korrosionsschutzarbeiten Fußgängerbrücke Biesdorf
- Instandsetzung der Aufzüge Anhalter Bahnhof, Rathaus Steglitz, Hermsdorf
  und Schichauweg
- Instandsetzung von Fahrtreppen Bundesplatz, Anhalter Bahnhof, Schichauweg
- Erneuerung der Bahnhofsbeleuchtung auf 15 Bahnhöfen


Investitionen in neue Aufzüge

Parallel führt der Eigentümer DB Station & Service umfangreiche Investitionen zur behindertengerechten Ausstattung der Bahnhöfe durch. In Köpenick, Friedrichsfelde Ost, Rahnsdorf, Springpfuhl, Pankow-Heinersdorf, Waidmannslust, Oranienburger Straße, Unter den Linden, Mexikoplatz, Schlachtensee und Nikolassee (S 1) gehen neue Aufzüge in Betrieb. In Friedenau beginnen vorbere-tende Arbeiten. Die Bahnhöfe Witzleben /ICC, Hohenzollerndamm und Anhalter Bahnhof erhalten zusätzliche Ausgänge.

„Mit den neuen Strukturen haben wir eine sinnvolle Arbeitsteilung gefunden, um unseren Fahrgäste zeitgemäß moderne und attraktive Bahnhöfe bieten zu können, in denen Sauberkeit und Service nicht nur ein Schlagwort sind”, sagt Wolfgang Borsch, Bahnhofsmanager von DB Station & Service. “Es liegt noch ein langer Weg mit viel Arbeit vor uns. Aber wir werden ihn gehen, damit Bahnhöfe überall wieder die Visitenkarten der Bahn sind.”