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Damit allzeit Sandkörnchen rieseln

Besandungsanlage: manuelle Kontrollen und Einfrieren bald Vergangenheit

Bei den Baureihen (BR) 480 und 481 traten in der Vergangenheit zwei verschiedene Problemschwerpunkte bei der Besandungsanlage auf:

Zum einen ist die Wintertauglichkeit der aktuellen technischen Ausrüstung nicht oder nur eingeschränkt gewährleistet.

Die Gefahr des Einfrierens und der damit oftmals verbundenen Pfropfenbildung im Sandrohr drohen.

 

Technische Füllstands- und Funktionskontrolle der Besandungsanlage (BSA)

Zum anderen verursachen die täglichen manuellen Kontrollen der Besandungsanlage einen enormen Aufwand und wirken sich negativ auf die Fahrzeugverfügbarkeit aus.

„So haben wir nach umsetzbaren Lösungen gesucht, um bei den beiden Baureihen eine technische Füllstandskontrolle der Sandmenge und eine technische Funktionskontrolle der Besandungsanlage sowie einen Einbau einer Heizung für die Winterfestigkeit zu realisieren“, erklärt Gunther Gatzke, Leiter Bauartverantwortung bei der S-Bahn Berlin.

Für die tägliche Kontrolle der Besandungsanlage auf ihre technische Funktionstüchtigkeit hin soll der Einbau einer innovativen Überwachungsein- richtung durchgeführt werden.

Hier sind derzeit zwei verschiedene Varianten in der Erprobung. Die Füllstandsüberwachung übernimmt ein in die Sandkästen speziell eingebauter Fühler. Fahrzeuge der BR 481 sind hiermit zum Teil schon ausgerüstet.

 

Ertüchtigung zur Wintertauglichkeit

Damit die S-Bahn auch im Winter ohne Probleme die Besandungsanlage nutzen kann, soll eine Heizung eingebaut werden.

Hier wird über eine Heizpatrone, die sich dann im Sandbehälter befinden würde, und den Einbau beheizter Sandrohre nachgedacht.

„Für die Heizpatrone könnte es gegebenenfalls eine andere technische Alternative geben“, erklärt Gatzke. Der Entwicklungs- und Umsetzungsstand ist bei den beiden Baureihen unterschiedlich weit vorangeschritten.

Dabei ist der Stand der BR 481, bei der 500 Viertelzüge betroffen sind, schon weiter fortgeschritten. Bei beiden Baureihen sind Entwicklung und Konstruktion technischer Lösungen für die elektronische Füllstandskontrolle, die Funktionskontrolle sowie die Heizung abgeschlossen.

Die Viertelzüge der BR 481 wurden schon mit Probeanlagen ausgerüstet und durchlaufen aktuell eine Betriebserprobung. Der Abschluss der Betriebserprobung fand am 31. April statt.

 



Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse erfolgt die anschließende Beschaffung der Komponenten. 312 Viertelzüge der BR 481 sind bereits mit der elektronischen Füllstandskontrolle ausgerüstet.

Die erforderlichen Ausschreibungen für die noch offenen Bauteile sind vorbereitet. Der Abschluss der Umrüstung ist bis Ende 2011 geplant. Die Vergabe des Auftrags und damit der Start der Umrüstung für die Funktionskontrolle und Heizung stehen noch an.

Bei der BR 480 stehen für die 70 Viertelzüge die Entscheidungen für geeignete technische Lösungen in puncto Heizung und Funktionskontrolle derzeit noch aus. Die Entscheidung erfolgte Ende April und wird entsprechend zu den technischen Varianten der BR 481 ausfallen.

Die Vorbereitung der hierfür notwendigen Ausschreibung zu den Themen Heizung und Funktionskontrolle ist ebenfalls erfolgt.

 



Text. Christiane Flechtner
Foto: Christiane Flechtner
Grafik: Gunther Gatzke


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