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11.8.2011

Gutachter bescheinigen S-Bahn professionelle Arbeit

 

Arbeitskreise "Fahrzeuge" und "Infrastruktur S-Bahn" legen Abschlussberichte vor

Vor dem Hintergrund des erneuten Leistungseinbruchs der S-Bahn Berlin im Winter 2010/11 haben die Länder Berlin und Brandenburg als Besteller des S-Bahn-Verkehrs und die DB AG im Februar 2011 die Einrichtung von zwei Experten-Arbeitskreisen beschlossen.

Von März bis Juli 2011 haben die Arbeitskreise in umfassender Weise alle fahrzeug- und infrastrukturseitigen technischen Problemfelder sowie ihre Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Fahrzeug-Flotte sowie das vertragliche Leistungsangebot untersucht.

Gemeinsame Presseinformation (Sen. Stadtentwicklung, Min. Landwirtschaft / Infrastruktur, DB AG) vom 11.08.2011

 

Arbeitskreis "Fahrzeuge"

Der Arbeitskreis "Fahrzeuge" beurteilte die Arbeiten der S-Bahn zur technischen Verbesserung der Fahrzeuge. Die Expertengruppe bestätigt die durch die S-Bahn Berlin eingeleiteten oder geplanten Maßnahmen, vereinzelt wurden auch ergänzende Maßnahmen beschrieben. Nach Instandsetzung und Beseitigung der Serienschäden sei "nicht zu erwarten, dass sich bei der Baureihe 481 vergleichbare Beeinträchtigungen der Verfügbarkeit wieder einstellen werden".

Abschlussbericht des Arbeitskreises "Fahrzeuge" (Kurzfassung)
als PDF zum Download/Ansicht



Die Expertengruppe
Leiter der Expertengruppe: Dipl.-Ing. Andrzej Nuszkiewicz (IFB - Institut für Bahntechnik GmbH)
Expertengruppe:
  • Dipl.-Ing. Emil Veit-Salomon (Veit-Salomon Corporation GmbH)
  • Prof. Dr.-Ing. Arnd Stephan (Technische Universität Dresden)
  • Dr.-Ing. Arne Kühnel (Ingenieurbüro für Fahrzeugtechnik und Unfallrekonstruktion)
Vetreter der S-Bahn Berlin GmbH:   
  • Dipl.-Ing. Jürgen Konz
  • Dipl.-Ing. Gunther Gatzke
  • Dr. Christian Liebchen

 

Peter Buchner (Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH) zum Abschlußbericht:

"Wir haben den Experten tiefen Einblick in unsere Fahrzeuge und deren Instandhaltung geboten und sind beruhigt, dass uns nun von unabhängiger Seite bestätigt wird, dass die S-Bahner mit den richtigen Maßnahmen an den richtigen Themen arbeiten. Wir werden weiterhin weder Kosten noch Mühen scheuen, um wieder die volle Fahrzeugverfügbarkeit zu erreichen und den Erwartungen unserer Fahrgäste wieder gerecht zu werden.

Dabei ist ständig abzuwägen zwischen der schnellen Abarbeitung der technischen Mängel und der Fahrzeugverfügbarkeit für den Fahrplan. Es bleibt noch ein langer Weg. Die Experten haben uns bestätigt, dass unter den gegebenen Randbedingungen die von der S-Bahn gewählte Strategie den besten Kompromiss darstellt. Und auf Eines können Sie sich verlassen: Bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse."

 

Arbeitskreis "Infrastrukturverfügbarkeit"

Der zweite Arbeitskreis „Infrastruktur S-Bahn“ hat sich mit Maßnahmen zur Erhöhung der Zuverlässigkeit der Infrastruktur bei extremen Winterbedingungen beschäftigt. Er hat Vorschläge zur Nachrüstung spezifischer technischer Komponenten an durch Witterungseinflüsse besonders anfälligen Teilen der Netzinfrastruktur sowie zur weiteren Verbesserung der Organisation des Winterdienstes erarbeitet, deren zeitgerechte Umsetzung von der DB Netz zugesichert wurde.

Abschlussbericht des Arbeitskreises „Infrastrukturverfügbarkeit“ (Kurzfassung)
als PDF zum Download/Ansicht

 

Helge Schreinert: (DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Leiter Produktion) zum Abschlußbericht:

"Gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg und dem VBB haben wir in unserem Expertenkreis sehr transparent die witterungsbedingten Störungen an den Anlagen der Infrastruktur analysiert. Im Ergebnis dieser Analyse wurden Schwachstellen herausgearbeitet und Lösungsansätze sowohl in organisatorischen Prozessen als auch bei der Erhöhung der Verfügbarkeit technischer Komponenten gefunden.

In Abstimmung mit den Ländern und dem VBB wurden auf dieser Grundlage Maßnahmen erarbeitet, die in der Verantwortung der DB Netz AG bis zur Winterperiode 2011/2012 umgesetzt werden. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass die definierten Maßnahmen einen Beitrag für die Verbesserung der Verfügbarkeit der Infrastruktur unter Winterbedingungen leisten werden."

 


 

Fotos: David Ulrich