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Die Maßnahmen

Neue Geschäftsführung (seit Juli/September 2009)

Peter Buchner
Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführer Marketing

Jürgen Konz
Geschäftsführer Produktion



Christian Kayser
Geschäftsführer Finanzen



Christoph Wachendorf
Geschäftsführer Personal, Arbeitsdirektor


 

Zur Bewältigung der Krise setzte der Mutterkonzern Deutsche Bahn eine neue Geschäftsführung (2. Juli 2009) ein. Noch im gleichen Monat verkündete die S-Bahn Berlin einen Sechs-Punkte-Plan mit weiteren Sofortmaßnahmen, um den Ausnahmezustand schnellstmöglich beenden zu können. Im Jahr 2009 wurde von der S-Bahn Berlin GmbH ein grundsätzlicher Philosophiewechsel hin zur vorbeugenden Instandhaltung vollzogen. Vor 2009 beschränkte sich nach Auffassung der Experten die vorbeugende Instandhaltung auf einige wenige Bereiche. Umfangreiche Anpassungen der Betriebsstrukturen und -abläufe zur dauerhaften Gewährleistung eines sicheren und effizienten Fahrbetriebes wurden durchgeführt.

Unter anderem wurde das Projekt AQua (Aufbau und Organisation Qualitätssicherung S-Bahn) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Qualitätssicherung in allen Bereichen, vorrangig jedoch in der Fahrzeuginstandhaltung, neu zu organisieren. Um mögliche Fahrzeugmängel zuverlässig und schnell abstellen zu können, wurde ein zusätzlicher Quick-Check der gesamten S-Bahnflotte veranlasst. Dabei wurden sämtliche Fertigungsabläufe, Betriebsmittel und Werkzeuge begutachtet.

Außerdem wurde unter Leitung der S-Bahn-Geschäftsführung im Oktober 2009 eine Zustandsbewertung aller drei S-Bahn-Baureihen vorgenommen. Das rund 30-köpfige Expertenteam aus verschiedenen Unternehmensbereichen der Deutschen Bahn sollte zusammen mit den Kollegen der S-Bahn Berlin dafür sorgen, dass die notwendige Verfügbarkeit des Wagenparks bei uneingeschränkter Betriebssicherheit erreicht wird. Das Eisenbahnbundesamt erteilte der S-Bahn als Reaktion auf die Ereignisse der vorangegangenen Monate zunächst nur für ein weiteres Jahr die Betriebserlaubnis.

Die Beauftragung der Kanzlei Gleiss Lutz (September 2009)

Im September 2009 beauftragten die S-Bahn Berlin und der Mutterkonzern Deutsche Bahn die Untersuchung aller bekannten Vorfälle durch die unabhängige externe Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz.

In dem am 23. Februar 2010 vorgelegten Untersuchungsbericht wurde deutlich, dass als Auslöser der Betriebsstörungen herstellerbedingte technische Mängel in der Baureihe 481, Managementfehler im Unternehmen und erhebliche Schwächen in der Organisation der Fahrzeuginstandhaltung zu nennen seien. Die S-Bahn Berlin stellte den Bericht der Staatsanwaltschaft Berlin zur Verfügung. Diese wurde damit in die Lage gesetzt, klären zu können, ob strafrechtlich relevante Sachverhalte vorliegen.

Zur Stärkung der Eigenverantwortung begann auf Grundlage des Untersuchungsergebnisses die Neuorganisation der Werkstattstrukturen. Statt zentraler Führung erhielt jeder Standort wieder einen verantwortlichen Werkleiter. Des weiteren wurden sowohl die Bauartverantwortung aus der Instandhaltung als auch die produktionsbegleitende Qualitätssicherung in eigenständige Bereiche abgetrennt.

Pressemitteilung: DB legt Ermittlungsbericht vor (23.02.2010)


Gutachter bescheinigen S-Bahn professionelle Arbeit (Ergebnis: August 2011)

Ob die seit Sommer 2009 durch die neue Geschäftsführung eingeleiteten Maßnahmen auch wirklich die Probleme lösen, sollte im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg als Besteller des S-Bahn-Verkehrs und die DB AG im Februar 2011 durch eine Expertengruppe beurteilt werden. Und das Urteil der Expertengruppe bestätigt die Arbeit: Die richtigen Maßnahmen, im richtigen Umfang, mit ausreichender Kapazität und der richtigen Umsetzungsstrategie. Das Handeln der neuen Geschäftsführung richtet sich darauf, die volle Fahrzeugverfügbarkeit wieder herzustellen.

Gutachter bescheinigen S-Bahn professionelle Arbeit (11.8.2011)


Weiterlesen - Investitionen im Bereich Technik und Personal 2009-2011