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Moderne Verkehrs- und Informationstechnik


Die S-Bahn Berlin mit BIS

Die Konzerngesellschaften DB Netz und DB Station&Service arbeiten mit der S-Bahn Berlin im Rahmen des Projekts BIS (Betriebs- und Informationssystem S-Bahn Berlin) zusammen, um moderne Verkehrs- und Informationstechnik einzuführen.
Hinter den Kürzeln der drei Arbeitsprojekte RIS-S, ZAT-FM und ÜS verbirgt sich Hochleistungstechnik.

 

RIS-S

Das Reisendeninformationssystem S-Bahn Berlin (RIS-S) automatisiert die akustische und die visuelle Fahrgastinformation auf den Bahnhöfen. Präzise und minutengenaue Angaben zu Abfahrtszeiten und Verspätungen auf den Anzeigern ergänzen sich mit verständlichen Ansagen, die über die moderne Beschallungstechnik erfolgen. Eigentümer sämtlicher RIS-S-Anlagen ist die DB Station&Service, die Durchführung der Reisendeninformation obliegt der S-Bahn Berlin.

RIS-S umfasst inzwischen 561 LCD-Anzeiger auf 134 Stationen, mit dem Abschluss der Bauarbeiten des Bahnhofs Ostkreuz und Warschauer Straße werden 589 LCD-Anzeiger in Betrieb sein.
Zusätzlich ist auf allen Bahnhöfen eine zentral gesteuerte Beschallungstechnik installiert worden.
Bis Mitte 2016 werden zudem über DB Station&Service in Zusammenarbeit mit dem Projekt BIS auf 17 Stationen die Lautsprecheranlagen erneuert. Ergänzend wurde die RIS-S-Steuerungssoftware erweitert, so dass auch Echtzeit-Informationen über verschiedenste Auskunftsmedien im Internet abrufbar sind.

 

ZAT

Gegenstand eines weiteren Teilprojekts von BIS ist die neue Technik zur Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer mittels Fahrzeugmonitor (ZAT-FM).
Auf S-Bahn-Stationen wird die Zugabfertigung durch Aufsichten und teilweise auch durch Triebfahrzeugführer ohne technische Unterstützung praktiziert. Das bedeutet, dass der Triebfahrzeugführer seinen Zug selbst abfertigt. Hierzu tritt er aus dem Führerstand und überprüft, dass mit dem Schließen der Türen keine Fahrgäste oder mitgeführte Gegenstände eingeklemmt wurden. Diese Art der Zugabfertigung ist aber nur auf nicht gekrümmten und gut einsehbaren Bahnhöfen möglich. Bahnhöfe, bei denen der Triebfahrzeugführer nicht die gesamte Bahnsteigkante überblicken kann, erfordern den Einsatz von Aufsichten, um die Züge abzufertigen.

Geplant ist es, auch auf diesen Bahnsteigen die Abfertigung durch den Triebfahrzeugführer zu ermöglichen. Dazu bedarf es besonderer Technik im Zug: Vier auf dem Bahnsteig installierte Kameras übertragen ihre Bilder in den Führerstand des Zuges. Dort wird der Triebfahrzeugführer auf einem Monitor das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste beobachten und nach dem Schließen der Türen überprüfen, dass diese ordnungsgemäß geschlossen sind.


Dieses neue Verfahren wird seit März 2014 eingeführt, geplant ist es, ZAT-FM auf 84 Stationen zum Einsatz zu bringen. Auf den Bahnhöfen, die mit ZAT-FM ausgestattet sind, wird die Zugabfertigung durch Aufsichten entfallen.

Bis Ende 2015 wurden 66 Stationen mit ZAT-FM ausgerüstet und technisch abgenommen, bis Mai 2016 werden 16 weitere Stationen folgen, die letzten beiden Stationen erhalten baubedingt die ZAT-FM-Technik im Jahr 2017.


ÜS:

Das dritte Arbeitspaket Übertragungssysteme (ÜS) beschäftigte sich mit der Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur zur Datenübermittlung. Hier wurde ein Hochleistungsübertragungsnetz aus Kupfer- und Lichtwellenleitern errichtet, beziehungsweise von der DB Netz bereitgestellt, die Eigentümer des Gesamtsystems ist. Dieses Arbeitspaket ist inzwischen abgeschlossen. Im Zuge der Arbeiten wurden unter anderem 177 Kilometer Lichtwellenleiter verlegt.

 

Die zukünftige Aufgabe der Mitarbeiter in den Stammbahnhöfen

Unterstützt wird der Betriebsablauf von Aufsichten in sogenannten Stammbahnhöfen. Hier laufen alle Informationen zusammen, sei es die Anzeiger- und Beschallungssteuerung, die Zugbewegung mit Streckenübersicht oder die Kamerabilder von den Bahnsteigkanten der jeweiligen S-Bahnhöfe.

Im Falle einer Großstörung besteht dann die Möglichkeit, das Reisendeninformationssystem S-Bahn Berlin (RIS-S) auch manuell zu bedienen, um die Reisenden mit allen notwendigen Informationen zu versorgen. Für den Triebfahrzeugführer bieten die Stammbahnhöfe ebenfalls eine Rückfallebene: Wenn es zum Ausfall der von ihm genutzten ZAT-FM-Anlagen kommt, kann der Triebfahrzeugführer mit der Aufsicht des Stammbahnhofs Kontakt aufnehmen, die dann den Triebfahrzeugführer bei der Zugabfertigung mittels der dort ebenfalls vorliegenden Kamerabilder unterstützt.

 

Ansprechpartner für Fahrgäste

Es stehen rund 500 Mitarbeiter der S-Bahn Berlin zur Verfügung, wie die mobilen Aufsichten, das Servicepersonal in Kundenzentren und die Mitarbeiter von DB Sicherheit. Auf den Gemischtbahnhöfen kommen die Mitarbeiter von DB Station&Service hinzu.

 

Die Einführung des Zugsicherungssystems ZBS

Die DB Netz AG rüstet bereits seit Oktober 2011 schrittweise das Streckennetz auf ein neues Zugbeeinflussungssystems für die Berliner S-Bahn (ZBS) um, das in den kommenden zehn Jahren schrittweise die bisherige Sicherungstechnik ablösen wird.
Bisher sind bereits die Streckenabschnitte umgerüstet:

  • Schönholz - Hohen Neuendorf (Oktober 2011),
  • Yorckstraße - Teltow Stadt (Januar 2014),
  • Humboldthain - Yorckstraße (Mai 2015),
  • Köpenick - Erkner (Dezember 2015),
  • Strausberg - Strausberg Nord (Dezember 2015


Die gesamte Umrüstung wird im Teilnetz Stadtbahn bis Ende 2020, im Teilnetz Nord-Süd bis Ende 2023 und Teilnetz Ring bis Ende 2025 abgeschlossen. Ab Ende 2023 wird durch die Umrüstungsarbeiten zum Abschluss der ZBS-Einführung kein Linienbetrieb im System Fahrsperre mehr möglich sein.

Gegenüber der bisherigen Technik, die durch mechanische Fahrsperren eine ungewollte Vorbeifahrt am Halt zeigenden Signal verhindert, überwacht das neue leistungsfähige System zusätzlich die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit der Züge. Zu diesem Zweck werden die Gleise mit sogenannten Balisen ausgerüstet, die die erforderlichen Daten zum Fahrzeug senden. Entsprechende Anlagen im Zug werten die Daten aus, überwachen die Geschwindigkeit, kontrollieren die Geschwindigkeitsabnahme bei Annäherung an Halt zeigende Signale und veranlassen bei Erfordernis eine Abbremsung. Elektronische Anzeigen und Ansagen im Führerstand der Züge unterstützen die Triebfahrzeugführer im Umgang mit der neuen Technik.