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28.08.2014

Glücksgefühle beim Laufen

Teamleiter läuft seit zehn Jahren Marathon

Bei einem Lebendgewicht von 103 Kilogramm – wie es Hans-Otto Schulz selbst formuliert – zog er sich wieder die Laufschuhe an. Zunächst gehend, später laufend trainierte sich der heutige Teamleiter für Triebfahrzeugführer bei der S-Bahn Berlin die überschüssigen Kilos runter. Gut zehn Jahre und mehrere Marathonläufe später ist der 55-Jährige nicht nur mit seinem Gewicht, sondern auch mit seiner Fitness zufrieden.

 

Schon in seiner Jugend ein sportbegeisterter Mensch

Sportlich war Hans-Otto Schulz schon in seiner Jugend. Als Kanute trainierte er sogar im Leistungskader in Schwedt an der Oder. Dieser Weg endete, als er 1975 nach Berlin zog. Zwar hielt er sich mit Fußball weiter fit „Doch dann sind der Beruf und die Familie wichtiger und es bleibt wenig Zeit für den Sport“, sagt er rückblickend.

Bis ihn der Ehrgeiz erneut packte. In einem Monat, in dem es sich viele nach Feierabend lieber auf dem Sofa bequem machen, beschloss Hans-Otto Schulz, dass er wieder mehr Bewegung gebrauchen könnte. Im November 2003 blieb es nicht bei dem guten Vorsatz, sondern der S-Bahn-Mitarbeiter ließ Taten folgen. „Wenn man ganz frisch beginnt, ist es schon schwer, eine halbe Stunde durchzulaufen. Am Anfang reicht es, schnell zu gehen“, erklärt er.

 

Der erste Drittelmarathon für Hans-Otto Schulz

Die langsame Gangart zahlte sich aus. Ein Jahr später startete Hans-Otto Schulz zu seinem ersten Drittelmarathon. „Die Glücksgefühle, die man beim Laufen erleben kann, ließen mich durchhalten“, sagt er. Wieder ein Jahr später trat er zu seinem ersten Marathon in Berlin an. „Durchs Brandenburger Tor zu laufen, angefeuert vom Publikum, war unbeschreiblich.“ Seitdem bestreitet er einen Marathon pro Jahr.

Nicht allein, sondern im Schnatterverein

Seine Bestzeit liegt bei rund viereinhalb Stunden. Schulz ist kein verbissener Einzelkämpfer. Er hat eine Laufgruppe, mit der er gemeinsam trainiert. „Meine Frau nennt uns den Schnatterverein, weil wir uns beim Laufen angeblich so viel unterhalten“, verrät er. Zwar läuft er auch im Winter, aber eine seiner neuesten Errungenschaften ist ein Laufband: „Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich mir so etwas mal kaufe.

Doch ich muss zugeben, dass es sich damit sogar noch effektiver trainieren lässt.“ In zahlreichen deutschen Städten ist Hans-Otto Schulz bereits an den Start gegangen – 2008 in Hamburg, 2009 in Köln und 2010 in München. „Jede Strecke hat ihre Besonderheiten und auch ihr eigenes Publikum“, so seine Erfahrung. Davon, einmal beim New York Marathon mitzulaufen, träumt Schulz nicht. Seine Lieblingsstrecke hat er schon gefunden:

„Der Schlaubetal- Marathon ist landschaftlich reizvoll und die Verpflegung ist unschlagbar.“ Im Herbst möchte er es wieder wissen und hat mit dem Training begonnen.

 

Unser Hans-Otto im Beruf

Hans-Otto Schulz war Triebfahrzeugführer bei der S-Bahn Berlin. Im August 2010 übernahm er zunächst als Vertretung den Posten des Teamleiters für Triebfahrzeugführer und hatte sofort Freude an der Tätigkeit.

Seit März 2012 ist er regulär als Leiter eingesetzt und betreut mit seinen Kollegen rund 70 Mitarbeiter im Fahrdienst. Er überwacht nicht nur deren Schichten und die vorgeschriebenen Betriebskontrollen auf dem Triebfahrzeug, sondern übernimmt auch Kontrollaufgaben, wie etwa den Besuch einer Baustelle, die den Zugang zum Bahnhof für Lokführer verbessert (Foto).

Kommt es zu Störungen im Betriebsablauf, ist er Teil eines Notdienstes, der wenn nötig S-Bahn-Mitarbeiter vor Ort betreut. Mindestens 100 Stunden im Jahr steuert Hans-Otto Schulz auch einen S-Bahn-Zug. Denn nur durch diese Praxis behält er seine Fahrerlaubnis.


Text: cb; Fotos: David Ulrich

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