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22.11.2011

An der Warschauer Brücke entsteht Bahnhofsgebäude Nummer 5

Mit dem Ostkreuz wird auch der S-Bahnhof Warschauer Straße neugebaut


Wenn alles gut geht, feiert der S-Bahnhof Warschauer Straße seinen 130. Geburtstag in neuem Gewand – noch nicht vollkommen, aber schon ansehnlich.

Zwar ist die Grunderneuerung im Zusammenhang mit dem Umbau des Ostkreuzes nicht seine erste, aber vielleicht seine größte. Dass man ihm mit schwerem Gerät zu Leibe rückt, hat er in seiner Geschichte schon mehrfach erlebt und sein neues Eingangsgebäude wird das mittlerweile fünfte sein.

Viele Gleise wenig Bahnhof in der Warschauer Strasse

Als der Bahnhof am 11. August 1884 eröffnet wurde, hielten hier nur Züge von und nach Lichtenberg an einem Mittelbahnsteig. Keine zwei Jahrzehnte später wurde das Bahnhofsgebäude auf der östlichen Seite der Warschauer Brücke geschlossen und ein neues – gebaut von Karl Cornelius – auf der westlichen Seite eröffnet.

 

Von der Warschauer Brücke durchs neue Empfangsgebäude Von der Warschauer Brücke durchs neue Empfangsgebäude
zu den Gleisen

Wieder gut zwei Jahrzehnte später wurde auch dieses Gebäude abgerissen und der Eingang wanderte auf die östliche Seite zurück. Hier hatte „S-Bahn-Architekt“ Richard Brademann einen dritten Bau geschaffen, der im Oktober 1924 eröffnet wurde. Jetzt hielten hier auch die Züge nach Erkner.

Erneut gut zwanzig Jahre später – im Frühjahr 1945 – lag der Brademann-Bau in Schutt und Asche. Ein schlichterer Ersatz folgte ihm 1951. Im Dezember 1986 bekam der Bahnhof einen dritten Bahnsteig, um mehr Fahrgäste aus den Neubaugebieten Hohenschönhausen und Marzahn ins Stadtzentrum bringen zu können. Am Ende der aktuellen Arbeiten werden es wieder zwei Bahnsteige sein – einer für jede Richtung.

Im Vorgriff auf den Umbau der gesamten Station wurden bereits 2004/2005 die Treppen und der Eingangsbereich wegen ihres schlechten Bauzustandes abgebrochen. Seither und bis zum Abschluss des Bahnhofsumbaus bildet eine Fußgängerbrücke den provisorischen Zugang zu den Bahnsteigen.

 

Mit der Neuordnung der Gleisanlagen wird nun ab Dezember 2011 auch der 5. Eingangsbereich des Bahnhofs erbaut. Von der Warschauer Brücke sowie – etwas später – von der O2World führen dann jeweils neue Wege zu zwei je 152,5 Meter langen S-Bahnsteigen.

Wie am Ostbahnhof und künftig am Ostkreuz werden alle S-Bahnen stadteinwärts vom nördlichen Bahnsteig (Gleis 3/4) und alle S-Bahnen stadtauswärts vom südlichen (Gleis 1/2) fahren. Zwei Treppen, eine Fahrtreppe und ein Aufzug je Bahnsteig sichern den bequemen und barrierefreien Zugang. Für eine spätere direkte Heranführung der U1 an den S-Bahnhof wird Vorsorge getroffen und der Zugangsbereich entsprechend erweitert.

Mit dem Umbau des Bahnhofes Warschauer Straße im Zusammenhang mit dem Neubau des Bahnhofes Ostkreuz können Synergien beim Bauen genutzt werden, die auch den Kunden der S-Bahn zugute kommen. So werden die notwendigen Gleissperrungen für die Arbeiten sowohl am Ostkreuz als auch an der Warschauer Straße genutzt. Das erspart den S-Bahnkunden eine noch längere Bauzeit. Nach dem Umbau rechnet die S-Bahn Berlin mit 85 000 Ein-, Aus- und Umsteiger pro Tag.

 

Richtungsverkehr auch hier
Betriebszustand ab 11. Dezember

Auch am Bahnhof Warschauer Straße wird die S-Bahn künftig an zwei neuen Bahnsteigen im Richtungsverkehr halten. Damit ändert sich die Gleisführung zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz.

Auf eigenen Wegen zur O2 World
Auf eigenen Wegen zur O2 World

Vom Empfangsbereich des Bahnhofs erreichen Besucher der O2World die Veranstaltungshalle später über eine eigene Fußgängerbrücke. Für den perspektivisch geplanten Zugang zur U-Bahn-Linie U1 wird baulice vorgesorgt.


Fotos: David Ullrich

Simulation:DBAG