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Ein umweltfreundliches Verkehrsmittel

Unterwegs in Sachen Umwelt - S-Bahn-Fahren ist aktiver Umweltschutz

Die S-Bahn Berlin trägt auf vielfältige Weise ihren Teil dazu bei, die Umwelt in Berlin und des Umlandes zu schützen. Wir nutzen dabei sowohl ein integriertes Umwelt-, als auch ein Energiemanagementsystem, das unseren Blick nicht nur auf die großen Umwelt-Themen konzentriert, sondern auch auf kleinste Details richtet.

 

DIE ENTLASTUNG DES INDIVIDUALVERKEHRS

Eines unserer Hauptanliegen: den Individualverkehr entlasten

Die S-Bahn Berlin setzt auf strombetriebene S-Bahnen um Berlin und das Umland vom Individualverkehr zu entlasten, damit die Belastung der Luft mit Kohlendioxid, Feinstaub und Stickoxid sinkt. Denn wer mit dem Pkw fährt, verursacht einen erhöhten CO2-Ausstoß, der den Treibhausgas-Effekt unterstützt.

Im Bezug auf eine Person verursacht eine S-Bahn-Fahrt nur rund 3/4 des CO2-Ausstoßes einer vergleichbaren Pkw-Fahrt und null Emissionen in der Stadt. Einer der Gründe für das Unternehmen, sich jeden Tag dafür zu engagieren, Fahrgäste von der S-Bahn Berlin und ihrem „Mehrwert“ für die Umwelt zu überzeugen.

 

Unvermeidlich: direkte Umweltauswirkungen der S-Bahn

Die S-Bahn Berlin ist ein großes Unternehmen und trotz des positiven Aspektes, den Individualverkehr entlasten zu können, bringt der Betrieb von S-Bahnen auch negative Auswirkungen auf die Umwelt mit sich.

Wir sind daher bestrebt, diese beständig zu minimieren – ein Prozess, in dem wir fortlaufend noch ein Stückchen besser werden können und wollen. Deshalb sind wir in Sachen Umwelt für unsere Fahrgäste 365 Tage im Jahr in vielfältiger Weise „unterwegs“.

 

 

ENERGIE SPAREN BEI DEN S-BAHNEN

Energieeffizienz beim Fahren

2015 verbrauchte die S-Bahn Berlin 393.203 Megawatt-Stunden, das entspricht 393,2 Gigawatt, allein an Bahnstrom für den Betrieb der S-Bahnen. Um diesen Wert zu senken, hat das Unternehmen in ein Fahrassistenzsystem, kurz FASSI, investiert, das die Triebfahrzeugführer unter anderem beim energieeffizienten Fahren unterstützt.

Langfristig können hiermit bis zu 4,5% Energie gespart werden, was erst einmal nicht viel klingt, doch der Eindruck täuscht: Ausgehend von einem Jahresverbrauch von 400 Gigawatt könnten 18 Millionen Kilowatt-Stunden eingespart werden. Soviel wie 6.000 2-Personen Haushalte durchschnittlich im Jahr verbrauchen.

 

Energieeffizienz bei der Spitzenbeleuchtung der S-Bahn-Züge

Auch die Beleuchtung der S-Bahn-Züge wurde kritisch unter die Lupe genommen und die Spitzenbeleuchtung, die an der Front des Zuges sitzt, gegen LED-Licht ausgetauscht.

Ein kleines Detail – sicherlich – das aber auf die gesamte Flotte und auf ein Jahr hochgerechnet, ebenfalls einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs leistet.

 

 

UMWELTSCHUTZ IN DEN WERKEN

Verantwortungsvolles Handeln für die Umwelt wird ebenfalls in den Werken praktiziert

Auch in den Werken der S-Bahn Berlin gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv für den Umweltschutz zu engagieren, sei es durch energieeffizientes Handeln oder durch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Materialien, die wir für unsere Arbeit nutzen.

Die folgenden Beispiele werden zeigen, dass es machmal gerade die Details sind, auf die wir achten können, um damit auch etwas zur Umwelt beizutragen.

 

Energieeffizienz bei der Werks-Beleuchtung

Allein die Beleuchtung der Werke bedarf enormer Energie. Doch hier einfach ein paar Glühbirnen auszutauschen, ist nicht überall möglich, denn einige der Werkshallen sind bis zu 14 Meter hoch, andere bringen es nur auf vier bis fünf Meter Höhe. Gemeinsam ist den Werkshallen, dass sie alle ein auf die Arbeitsbedürfnisse zugeschnittenes Lichtkonzept benötigen.

Zusammen mit der DB Netz wird an der Richtlinie für Beleuchtungsvorgaben gearbeitet um für die Werke LED-basierte Systeme zu entwickeln, über die verschiedene neue – umweltfreundlichere - Beleuchtungskonzepte auf ihre Tauglichkeit im Arbeitsalltag der Werke geprüft werden. Auch wenn es noch dauern kann, bis hier weitere Ergebnisse vorliegen, sparen wir allein mit der bereits im Werk Erkner auf LED umgerüsteten Beleuchtung und der Gleisfeldbeleuchtung im Werk Schöneweide bei einer Gleislänge von 8 Kilometern bereits einiges an Energie.

 

Weniger Heizenergie durch Senkung der Vorlauftemperatur

Im Heizkraftwerk in Schöneweide wurde die Vorlauftemperatur des Heizwassers von 120 Grad auf ca. 90 Grad gesenkt. So konnte die Heizenergie von 19 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2013 auf knapp 13 Millionen Kilowattstunden im Folgejahr gesenkt werden – ohne dass die S-Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter frieren müssen. Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht im Schnitt jährlich rund 4.400 Kilowattstunden, das heißt, mit der in diesem Werk eingesparten Energie könnten mehr als 1.300 Familien ein Jahr lang auskommen.

 

Vom Umgang mit potenziell umweltgefährdenden Stoffen

Besondere Aufmerksamkeit widmet das Unternehmen der sparsamen Verwendung und sicheren Lagerung von Lacken, Farben und anderen potenziell umweltgefährdenden Stoffen. Auch auf die Reinhaltung der Luft beim Lackieren durch effektive Abluftreinigungsanlagen wird geachtet. Wir arbeiten darüber hinaus daran, die Freisetzung von Kohlenwasserstoffen, die das Klima schädigen, zu senken. Wir prüfen derzeitig den Einsatz von wiederverwendbaren Druckluftspraydosen und versuchen, weniger gefährliche Stoffe einzusetzen.

 

Graffiti: Vandalismus als Umweltbelastung

Vandalismus ist leider eines der speziellen Themen, mit denen sich die S-Bahn Berlin auseinandersetzen muss. Graffiti-Schmierereien sind nicht nur optisch eine Zumutung, sie belasten auch die Umwelt. Das geschieht bei der Lackherstellung, beim Sprühen, bei der Herstellung der Reinigungsmittel für die Beseitigung von Graffitis, bei der Graffiti-Beseitigung selbst, bei der Abfallentsorgung und bei den damit zusammenhängenden Transporten.

 

 

SENKUNG DES WASSERVERBRAUCHS

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

Auch wenn es bei einem Eisenbahn-Verkehrsunternehmen nicht unmittelbar auf der Hand liegt – dem Element Wasser kommt bei der S-Bahn Berlin auf vielfältige Weise eine enorme Bedeutung zu.

 

Schutz von Gewässern

Viele der Werke befinden sich mitten im Grünen und in Wassernähe: Das Werk Schöneweide liegt beispielsweise neben einem Trinkwassereinzugsgebiet des Wasserwerkes Johannisthal, während das Werk Wannsee in direkter Nähe zum Wasser gelegen ist. In Notfall- oder Havarie-Situationen muss schnell reagiert werden.

 

Industrielle Abwässer

Die S-Bahn Berlin erzeugt industrielle Abwässer, beispielsweise durch die Reinigung der Züge. Zum Schutz der Berliner und Brandenburger Gewässer wird eine Vorreinigung der industriellen Abwässer vorgenommen, bevor diese an die Wasserbetriebe übergeben werden. Dabei wird genau auf die Einhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte geachtet.

Um den Verbrauch von Trinkwasser so gering wie möglich zu halten, wird das Waschwasser der Außenreinigungsanlagen im Kreislauf geführt und durch Regenwassernutzung ergänzt. Das sind Vorgaben des Gesetzgebers, die wir frühzeitig umgesetzt haben und schon seit vielen Jahren erfolgreich nutzen.

 

Senkung des Wasserverbrauchs in den Sanitäranlagen

Durch die Sanierung von Sanitäranlagen konnte der Wasserverbrauch im Unternehmen enorm gesenkt werden. In den Werken wurde der Wasserverbrauch insgesamt seit 2012 von 37.000 m³ auf rund 26.000 m³ gesenkt. Das ist eine Ersparnis von 11.000 m³, also 11 Millionen Litern.

Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf liegt in Deutschland bei rund 127 Litern, das bedeutet, mit der Einsparung der Werke der S-Bahn Berlin können rund 86.600 Menschen einen Tag lang ihren Wasserverbrauch bestreiten.

 

 

AKTIV FÜR DEN UMWELTSCHUTZ: UNSERE MITARBEITER

Ideen von Mitarbeitern

Das Werk Erkner ist über den Einsatz von LED-Licht längst dabei, Energie zu sparen und durch den Einsatz neuer Einhebelmischbatterien wird der Wasserverbrauch gesenkt. Doch dem Team im Werk Erkner ging nicht nur ein Licht auf: Zur Verbesserung der Wärmeisolierung wurden die desolaten Falttore gegen Rolltore ausgetauscht und einfachverglaste Kellerfenster durch wärmeisolierende ersetzt.

Im Werk Grünau wurden unter anderem für die Reinigung von Bauteilen umweltfreundliche biologische Teilreiniger angeschafft. Diese Ideen wurden auf Anregungen von Mitarbeitern umgesetzt; und es sind Beispiele dafür, dass – wie bereits erwähnt – auch auf das kleinste Detail geschaut wird.

 

Der Umweltkoordinator der S-Bahn Berlin

Schon vor Jahren hat die S-Bahn Berlin eigeninitiativ die Stelle des Umweltkoordinators geschaffen. Gemeinsam mit der Geschäftsführung sorgen er und sein Team dafür, dass die geltenden Rechtsvorschriften zum Umweltschutz und die Umweltpolitik des Unternehmens in allen Bereichen Anwendung finden. Das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter wird zielgerichtet gefördert – denn gemeinsam erreicht man mehr.

 

 

UMWELTBEWUSSTES HANDELN IN DEN BÜROS

Verantwortungsvolle Nutzung der Ressourcen in den Büros

Nicht nur in den Werken kümmern wir uns um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen, die wir im Arbeitsalltag nutzen, auch in den Büros legen wir Wert auf umweltbewusstes Handeln.

 

Nordbahnhof Carré – das „grüne“ Gebäude

Die Zentrale der S-Bahn Berlin hat ihren Sitz im Nordbahnhof Carré. Es handelt sich hierbei um ein Gebäude, das unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit entwickelt wurde.

Es zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material aus, während schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt reduziert werden.

Das heißt, dieses Gebäude braucht pro Quadratmeter wesentlich weniger Energie im Vergleich zu herkömmlichen Bürogebäuden, denn es arbeitet beispielsweise mit einem speziellen Lüftungssystem statt mit Klimatechnik. Es gelten Umweltstandards bei der Reinigung, und der Stromverbrauch wird durch ein energiesparendes Beleuchtungskonzept geringer gehalten.

 

Weniger Elektroschrott und papierarme Kommunikation

3% des Stromverbrauchs in Deutschland entfallen auf Bürogeräte, insofern werden die technischen Geräte, die bei der S-Bahn Berlin eingesetzt werden, mit Sorgfalt ausgewählt und geprüft, inwiefern sie Umweltstandards erfüllen.

Denn die Diskussion, ob eine papierlose Kommunikation nachhaltig ist, ergibt nur Sinn, wenn auch der Stromverbrauch der Bürogeräte gesenkt und Elektroschrott vermieden wird, da er ebenfalls eine enorme Umweltbelastung bedeutet.

 

Beständige Müllvermeidung und eine kontinuierliche Steigerung des Verwertungsanteils

Die S-Bahn Berlin hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Wir wollen unser Müllaufkommen nicht nur beständig verringern, wir arbeiten seit 2013 daran, den Verwertungsanteil des anfallenden Mülls auf über 70 Prozent bis zum Jahr 2017 zu steigern.

 

 

UNSERE PARTNER IN SACHEN UMWELTSCHUTZ

Das Fahrradabstellanlagenprogramm Bike & Ride

Seit dem Start des Bike & Ride-Programms im Jahr 1999 sind sowohl der Berliner Senat und das Land Brandenburg, als auch die S-Bahn Berlin und die BVG dabei, die Kombination von Fahrrad und Öffentlichem Nahverkehr attraktiver zu gestalten.

In dieser Zeit sind knapp 11.000 Stellplätze für Fahrräder an den Bahnhöfen des S-Bahn-Netzes geschaffen worden.

Mit innovativen Doppelstockparkplätzen für Fahrräder haben wir die Kombination von Bike & Ride noch attraktiver gemacht. Am S-Bahnhof Pankow wurde Anfang 2016 die erste Anlage dieser Art in Berlin mit über 300 Stellplätzen offiziell in Betrieb genommen.

Zur Kampagne "Mobil in Berlin" der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

 

Langjährige Zusammenarbeit mit dem ADFC

Mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) besteht eine langjährige Zusammenarbeit, unter anderem vertreibt die S-Bahn Berlin das vom ADFC herausgegebene „Rad&Touren“.

Zur Webseite des ADFC